Händlern geht das Heizöl aus
10.02.2012 | 15:25 Uhr 2012-02-10T15:25:00+0100
Wetter/Herdecke.Die klirrende Kälte bringt die Heizöllieferanten in Wetter und Herdecke dieser Tage in Versorgungsnöte. Mancher Kunde bibbert daher zusätzlich vor Angst, er könne nicht rechtzeitig beliefert werden.
Karl Biedermann von „Heizöl Biedermann“ in Wetter bestätigt das Problem. Gestresst berichtet er von den vereisten Schleusen, dem leeren Tank in Dortmund und den Folgen für seinen Betrieb: „Ich muss nach Öl suchen.“
„Das pendelt sich alles schnell wieder ein“
Da die Wasserstraßen, über die der Großteil des Öls transportiert wird, fast gänzlich zugefroren sind, kommen die Schiffe nicht mehr bis zu den notwendigen Häfen hindurch. Besonders der Ausfall des Dortmunder Hafens führt zu erheblichen Engpässen und zwingt die Lieferanten, auf die umliegenden Städte auszuweichen. Das wiederum bedingt die langen Wartezeiten und höhere Verkaufspreise, über die sich zurzeit viele Händler und Verbraucher ärgern.
Vor allem die Standorte in Duisburg und Gelsenkirchen haben aufgrund der hohen Nachfrage wesentlich längere Wartezeiten für ihre Abnehmer zu vermelden.
Michael Landwehr vom Landwehr-Mineralölkonzern in Witten teilt die Erfahrungen seiner Branche. Er erklärt, dass sein Betrieb bereits auf Heizöl aus dem Schell-Tanklager in Lünen zurückgreifen musste, das aber mittlerweile, ähnlich wie viele andere Lager im näheren Umkreis, leer ist. So ist auch er gezwungen, den flüssigen Brennstoff unter erhöhtem Zeitdruck aus kilometerweit entfernten Städten zu importieren. Dennoch ist Landwehr zuversichtlich: „Wenn die Temperaturen in der nächsten Woche etwas steigen, pendelt sich alles wieder recht schnell ein.“
So müssen sich die Betroffenen angesichts des herannahenden Valentinstages zumindest warme Gedanken machen.
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