Gesalzene Strafen für leichtfertigen Streueinsatz

Wetter/Herdecke..  Salz streuen oder nicht? Die Antwort sollten sich Wetteraner und Herdecker gut überlegen. Sonst kann es für sie teuer werden, wenn sie den Bürgersteig mit einem Eimerchen Streusalz von Schnee und Eis befreien wollen. Bis zu 1000 Euro kostet diese Ordnungswidrigkeit – in der Theorie.

Laut Satzung sind die Bürger in Herdecke verpflichtet, bei Eis- und Schneeglätte zum Schneeschieber zu greifen und zu Räumen. Dabei ist „die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen grundsätzlich verboten.“ Was eindeutig klingt, wird aber mit Ausnahmeregelungen gleich wieder aufgeweicht: Wenn nach Eisregen Granulat nicht mehr hilft, darf durchaus zu Salz gegriffen werden. Das gilt auch „an gefährlichen Stellen wie zum Beispiel Treppen, Rampen, Brücken sowie starken Gefälle- beziehungsweise Steigungsstrecken.“ So wird es auch in Wetter gehandhabt.

Keine Extra-Kontrolltouren

Wer dagegen leichtfertig mit Salz sein Schneeproblem vor der Haustür lösen will, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Bis zu 1000 Euro kann das in Herdecke kosten, heißt es auf Nachfrage. Extra-Kontrolltouren gibt es nicht, aber die Außendienstmitarbeiter hätten „ein Auge“ auf den Einsatz von Streusalz. „Der Stadtbetrieb und das Ordnungsamt gehen Hinweisen nach und kontrollieren im Stadtgebiet“, heißt es im Rathaus in Wetter.

Hin und wieder fällt in Herdecke dann ein Auge tatsächlich auf einen Bürger, der es mit dem Streuverbot nicht genau nimmt. „Bisher ist aber noch kein Bußgeld erlassen worden“, so Dennis Osberg von der Stadt Herdecke. Es sei bei Hinweisen auf die Satzung geblieben.