Gericht lässt trotz Alkohol-Unfalls Milde walten

Wetter..  Leicht alkoholisiert nahm ein Autofahrer einem Kradfahrer in Wetter die Vorfahrt. Es kam zum Unfall, bei dem der Motorradfahrer und seine Sozia verletzt wurden.

Jetzt stand der Verursacher vor dem Amtsgericht Wetter. Der Vorwurf: Fahrlässige Körperverletzung und Fahren unter Alkoholeinfluss. Mitte Oktober war der 58-jährige Mann aus Hattingen mit seinem Wagen in Wetter unterwegs. Gegen 17 Uhr befuhr er die Straße Auf der Höhe und übersah beim Abbiegen das Motorrad. Es kam zur Kollision, bei der ein Schaden von rund 5000 Euro entstand und bei der die Zweiradfahrer einige „Blessuren“ davontrugen. Ein Alkoholtest bescheinigte dem Unfallverursacher eine Stunde später 0,34 Promille. Sein Führerschein wurde eingezogen.

Vorleben ohne Strafen

Auch wurde der Mann, der sich zuvor nie etwas zu Schulden kommen ließ, per Strafbefehl zu 70 Tagessätzen à 30 Euro Geldstrafe und sieben Monaten Sperrfrist zur Neuerteilung der Fahrerlaubnis verurteilt. Er legte Einspruch ein.

Jetzt befasste sich das Amtsgericht Wetter mit dem Fall und dort stellte sich heraus, dass der Angeklagte seine Schuld gar nicht in Abrede stellen wollte. Ihm, der nach dem Unfall seinen Job verlor, ging es vielmehr um die Höhe der Geldstrafe und den Verlust seines Führerscheins. Mit Blick auf das unbestrafte Vorleben und den Jobverlust hatte das Gericht ein Einsehen: Die Geldstrafe wurde auf 70 Tagessätze à 15 Euro reduziert, die Sperrfrist in ein bereits abgegoltenes dreimonatiges Fahrverbot umgewandelt. Noch im Gericht erhielt der Mann den Führerschein zurück.