Geplante Anbindung zum Stork geplatzt
21.11.2011 | 18:17 Uhr 2011-11-21T18:17:00+0100
Wetter. Die Erschließung des geplanten Gewerbegebiets „Am Stork“ wirft schwere Probleme auf.
Die zuletzt im März letzten Jahres von der Politik beschlossene Anbindung über den Kreisel Schöllinger Feld/An der Kohlenbahn mitsamt Bypass an die Vogelsanger Straße lässt sich nicht verwirklichen. Der Grund: Der Eigentümer des dafür benötigten Grundstücks am bereits bestehenden Kreisverkehr habe die Verhandlungen abgebrochen und deutlich gemacht, „dass er für einen Bypass keine Flächen seines Grundstücks zur Verfügung stellen werde“.
Eigentümer brachVerhandlung ab
So jedenfalls ist es einer umfassenden Verwaltungsvorlage für den nächsten Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am Dienstag, 29. November, zu entnehmen. Nach Darstellung der Stadt habe der Eigentümer einem Verkauf nur dann zustimmen wollen, wenn er im Gegenzug dafür einen anderen Teil seines Grundstücks an „Mac Donalds Drive“ und eine Tankstelle hätte vermieten dürfen. Dafür habe die Stadt ihre Genehmigung nicht geben können, woraufhin der Eigentümer die Verhandlungen abgebrochen habe.
Andere Erfahrungen haben die Eigentümer eines weiteren Grundstücks gemacht, das die Stadt als Verbindungsgrundstück zwischen Schöllinger Feld und Stork ebenfalls erwerben wollte. Sie sind bereits mitsamt ihrem Unternehmen nach Dortmund umgezogen. Für Anfang September war ein Notartermin anberaumt; Grundstück und Gebäude sollten Ende September übergeben werden. Der Notartermin wurde zunächst um vier Wochen verschoben. „Erst am 11. November bekamen wir Bescheid, dass die Stadt unser Grundstück nun doch nicht benötige“, so Eigentümerin, die sich nun nach einem neuen Käufer umsehen muss.
Geprüft hat die Verwaltung auch, ob es möglich ist, den Kreisel Schöllinger Feld zweispurig auszubauen. Dafür hätte die Stadt auch keine Grundstücke ankaufen müssen, aber der Landesbetrieb Straßen NRW würde eine solche Lösung nicht mittragen.Fazit der Verwaltung: Der Beschluss des Rates, das Gewerbegebiet Am Stork über das Schöllinger Feld anzubinden, lässt sich nicht umsetzen.
Politiker müssen neuen Weg vorgeben
Nun sind die Politiker gefragt. Sie müssen entscheiden, ob sie eine Rückkehr zur Ursprungsvariante (Anbindung über die Schwelmer Straße) für sinnvoll erachten oder auf das Gewerbegebiet komplett verzichten wollen. Für Bürgermeister Frank Hasenberg wäre das „eine wirtschaftliche Katastrophe. Außerdem ist die Machbarkeit der Anbindung über die Schwelmer Straße gegeben.“
Das sieht Christina Kramer von der Interessengemeinschaft „Rettet den Stork“ anders: „Nach dem alten Konzept war die Waldzerstörung am größten. Eine Rückkehr dazu ist nicht vermittelbar, und die Unterschriften dagegen verfallen auch nicht nach zwei Jahren.“
16:43
Es gibt nur noch eine Option, Schwelmerstrasse. Die ist nicht durchführbar da zu teuer und unrealistisch. Die ganze Dränke und auf den jungen Eichen ist Quellgebiet. Der Bach der dort entspringt durchläuft das Blumental und führt weiter unterhalb vom Sandberg und mündet in Oberwengern in die Ruhr.
Aus der Ruhr steigen Forellen bis ins Quellgebiet auf um dort zu Laichen. Junge Forellen finden sich in dem Bach.
Dies bedeutet, die ganze neue Straße ab der Schwelmerstrasse muß kanalisiert werden das Wasser müßte, ebenso wie unterhalb des Gewerbegeietes in einem Regenrückhaltebecken gesammelt und anschließend gereinigt werden bevor es wieder in die Natur zurückgegeben werden kann.
Dieser Zubringer wurde jedoch ohne Kanalisation geplant.
Die Mehrkosten dafür und die Berechnungen für den Kanal existieren meines Wissens noch nicht.
Hinzu kommen die Gelbbauchunken die genau dort leben wo dann die Strasse herführen würde.
Nicht machbar.
15:18
Sicher muss man hier Fragen stellen. Hier steht ja lediglich die Zufahrt zum neuen Gewerbegebiet zur Diskussion. Hierzu gibt es ja noch andere Optionen. Das wird meine Frage sein morgen.
17:49
Es hat Sie Herr Garraus, die Verwaltung, den Rat, Herrn Sell, und den Bürgermeister niemand gezwungen Millionen auszugeben!
Sie hätten von Anfang an auf die Anwohner und Bürger, Bauern, Jäger, Förster, Naturschutzverbände, Gewerbetreibende, Nachbarstädte den anderen Ratsfraktionen/Ratsmitgliedern hören können, dann wären den Bürgern und der Stadt diese Gelder erhalten geblieben. So sind nun die Gelder und auch Gelder aus ganz anderen Geschäften für immer verloren. Dafür werden die Grundsteuer und die Gewerbesteuer angehoben. Es kommt alles wieder rein, dafür haben wir doch die Steuerzahlenden Bürger,die Firmen und die Gewerbetreibenden.
Am Donnerstag ab 14 Uhr ist die Ratssitzung anberaumt, da wird der Haushalt der Stadt beschlossen, neben überplanmäßigen Ausgaben! ( 240 000 Euro) auch über die Bereitstellung
von 600 000 Euro, vorgesehen für den Ausbau des Kreisels.
Die sollten nun nicht mehr gebraucht werden.
Jetzt kann man dieses Geld sinnvoll einsetzen und den Kreisel an der Köhlerstrasse bauen.
Vor jeder Rats und Ausschusssitzung steht die Bürgersprechstunde.
Im Hauptausschuss letzten Donnerstag war ich der einzige Bürger der zu dieser Sprechstunde erschienen ist und Fragen gestellt hat. Unangenehme Fragen, aus meiner Sicht!
Ich hoffe am Donnerstag werden wesentlich mehr Bürger zur Ratssitzung erscheinen und Fragen stellen!
11:46
Unser Ottto99 hat es genau auf den Punkt gebracht. Wir haben ja nicht Millionen für Planung und Gutachten ausgegeben um nun die Hunde darauf auszuführen. Da wird ein einzelner Anlieger sicher zur Einsicht gebracht werden können. In Herdecke ging so eine Umlegung sehr viel schneller.
10:47
Ironie ein
"Ach, das ist doch kein Naherholungsgebiet, da führen doch nur die Leute
ihre Hunde aus"
Ironie aus
09:21
Warum eigentlich nicht,die Verwaltung kann doch auch ein Naherholungsgebiet zerstören.
08:38
... und da sind wir uns alle sicher, die Allgemeinheit hat sich schon längst gegen ein neues Industriegebiet Stork entschieden. Über eine Zwangsumsiedlung von KarlGaraus denke ich aber gerne nocheinmal nach.
20:42
Noch eine Firma die aus Wetter! abgewandert ist. Weniger Arbeitsplätze in Wetter, weniger Gewerbesteuern, weniger Einkommenssteueranteile!
Mittlerweile kostet das irrsinnige Stork-Gewerbegebiet nicht nur die Nerven der Betroffenen, sondern auch Steuern und Arbeitsplätze.
Damit muß jetzt endlich Schluss sein.
Ich würde versuchen die Stadt ob des geplatzten Geschäftes zu verklagen!
19:37
Für das Allgemeinwohl ist es ja wohl besser, gerade auch nach der Bebauung der "Borg" auf weitere Industriegebiete in Volmarstein zu verzichten.
Und gegen seinen Willen sollte niemand umgelegt werden.
18:47
Hier besteht ja noch die Möglichkeit einer Zwangsumlegung, da ja das Allgemeinwohl im Vordergrund stehen muss.