Gemeinschaftskrankenhaus übernimmt Café und Lädchen

Frauke Serwin, Dr. Andreas Portsteffen und Barbara Michels (von links) im neuen Lädchen, das das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke wie auch das Café in Eigenregie betreibt
Frauke Serwin, Dr. Andreas Portsteffen und Barbara Michels (von links) im neuen Lädchen, das das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke wie auch das Café in Eigenregie betreibt
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Den auslaufenden Pachtvertrag nutzte das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, um das Café und das Lädchen nun in eigener Trägerschaft zu eröffnen.

Herdecke..  Was gehört zu einer normalen Klinik? Ein Café. In einem Gesundheitsquiz würde das maximal einen Punkt geben. Zusatzfrage: Wie sah es bisher im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke aus? Schon kniffliger, denn dort betrieben seit der Gründung stets externe Partner die Cafeteria und einen Laden im Foyer. Bis Ende 2014 sorgte die Ringelblume zehn Jahre lang für die Verköstigung und das Angebot mit Zeitungen, Zeitschriften sowie Gebrauchsgegenständen.

Nun nicht mehr. Das Gemeinschaftskrankenhaus ließ den Pachtvertrag auslaufen und übernimmt über die Tochtergesellschaft Medi Global Service GmbH die Versorgung im Erdgeschoss in eigener Trägerschaft. Während es schon seit dem 23. Januar frisches Obst und Gemüse sowie Bio-Brot, Blumen und weitere Gesundheitsprodukte im Lädchen gibt, öffnet heute nach rund sieben Wochen Umbau- und Renovierungsarbeiten das Café, das offiziell dann mit einer Feier am 26. und 27. Februar eingeweiht wird.

„Natürlich sind auch Synergien zu unserer noch neuen Bioküche im Haus gewünscht“, erklärt Dr. Andreas Portsteffen, Geschäftsführer von Medi Global Service. Während er an Suppen, Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen denkt, schaut er auf die neuen Sitzgelegenheiten. Elf Tische mit vier bunten Stühlen sowie 20 Sitzgelegenheiten auf der vorigen Fensterbank haben Café-Leiterin Barbara Michels, ihre Stellvertreterin Frauke Serwin bzw. die zwölf Mitarbeiter nun im Blick. „Der Raum mit der zuvor dunkelbraunen Decke ist nun viel heller“, sagt Michels erfreut. Zudem wurden Sanitärräume und die Beleuchtung erneuert. Nebenan im Lädchen machten sich die Handwerker an das Licht, die Lüftung und den Strom.

Somit endet auch die Zeit der Improvisation, wobei die ausgelagerte Cafeteria als Zwischenlösung kaum Kritik hervorgerufen habe, so Michels. „Es waren wohl alle froh, dass wir in der Umbauzeit mit Ausnahme von zwei Wochen überhaupt etwas anbieten konnten. Schlimmer empfanden viele, dass es eine Zeit lang keine Zeitung gab“, so Serwin.

Sowohl im Café als auch im Lädchen spielen weiter Bioprodukte eine große Rolle. Zu den bewährten Lieferanten kam mit einer neuen Biobäckerei aus Bochum ein wichtiger Partner hinzu. „Besonders wichtig ist es uns, frische Produkte aus der Region zu normalen Preisen anzubieten“, sagt Dr. Portsteffen.

Alles zum halben Preis

An diesem Donnerstag und Freitag soll all das jeweils ab 14 Uhr gefeiert werden. „Vom Magier bis zu Kaffeehausmusik – unsere Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Kulturprogramm auf der kleinen Café-Bühne“, erklärt Portsteffen, „außerdem gibt es auch noch ein spezielles Eröffnungsangebot – alles zum halben Preis.“ Das Sortiment soll künftig noch erweitert werden. Ein Suppentag ist geplant, ebenso ein Frühstücksbuffet am Wochenende.