Gefahr vor dem Zebrastreifen in Grundschöttel

Horst Welz (82 Jahre) ärgert sich über aufgeschultertes Parken vor seinem Haus unmittelbar vor dem Zebrastreifen über die Grundschötteler Straße zum REWE-Markt.
Horst Welz (82 Jahre) ärgert sich über aufgeschultertes Parken vor seinem Haus unmittelbar vor dem Zebrastreifen über die Grundschötteler Straße zum REWE-Markt.
Foto: WP
Immer wieder wird in Grundschöttel verbotswidrig geparkt, sagt ein Anwohner und wünscht einen Poller. Überflüssig, sagt die Stadt.

Grundschöttel..  Als Bewohner des Hauses gleich gegenüber dem REWE-Markt in Grundschöttel kann Horst Welz einiges erzählen. Einmal beispielsweise fuhr ein Auto aus der Parkplatzausfahrt gerade über die Straße und wurde erst von seinem Garagentor gestoppt. So etwas kann immer mal vorkommen. Was aber immer wieder passiert und aus Sicht des 82-Jährigen leicht zu verhindern wäre: Dass immer wieder vor seinem Haus Autos aufgesattelt parken.

Eltern sind schlechtes Vorbild

Gleich doppelt kann er das nicht verstehen. Über die Straße führt ein Zebrastreifen. Vor einem Zebrastreifen aber darf nicht geparkt werden, damit die Sicht auf den Übergang frei bleibt. Und Parken mit einem Rad auf dem Gehsteig ist auch nicht erlaubt, zumindest nicht da, wo der Bürgersteig ausdrücklich dafür ausgewiesen ist.

An Sonntagen sei es besonders schlimm, berichtet der Senior, der zur „Redaktion von Ort“ die paar Meter herüber ins Café Homann gekommen ist. An den Sonntagen werden im REWE Brötchen verkauft, „und für die fährt doch keiner auf den Parkplatz hinter dem Markt“. Und immer wieder sind es Eltern, die ihre Kinder dabei haben und dann tun, was die Straßenverkehrsordnung untersagt: „Die sind doch wirklich ein schlechtes Vorbild“, sagt Welz.

Wiederholt hat er die Stadt auf die Falschparker vor seiner Tür hingewiesen. Hier werde durchaus schon „häufiger kontrolliert als etwa an Nebenstraßen“, heißt es bei der städtischen Pressestelle. Ein Poller sei aus Sicht der Stadt nicht notwendig, so Pressesprecher Jens Holsteg, „da das Parken hier nach der Straßenverkehrsordnung eindeutig verboten ist.“

Kirsten Stich, Ratsfrau der SPD und Vize-Bürgermeisterin, scheint von der Wirksamkeit des Verbotsallein nicht überzeugt. Sie hat im Rat eine vorgeschaltete Blinker-Anlage angeregt, um den Zebra-Streifen sichtbarer zu machen, vielleicht auch für die Autofahrer, die in der Versuchung sein sollten, mit ihren parkenden Fahrzeugen die Sicht zu versperren.