Gefährliche Strecke für Radler zum Ruhrradweg

Dieses enge Teilstück der Ender Talstraßeist für Radfahrer besonders gefährlich. Aber auch für Autofahrer ist eine solche Situation unangenehm. Ein sicheres Überholen der Radler ist hier kaum möglich.
Dieses enge Teilstück der Ender Talstraßeist für Radfahrer besonders gefährlich. Aber auch für Autofahrer ist eine solche Situation unangenehm. Ein sicheres Überholen der Radler ist hier kaum möglich.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wer mit dem Rad von Herdecke-Ende zum Ruhrtalradweg möchte, fährt über die Ender Talstraße. Zu gefährlich, sagt Olaf Prinz und hat eine Idee.

Ende..  Olaf Prinz und seine Ehefrau Marita sind häufig mit dem Fahrrad unterwegs. Deswegen weiß der Ender auch, dass die Anbindung „seines“ Stadtteils an den Ruhrtalradweg schlicht und einfach sehr gefährlich ist. Denn: „Man muss immer über die Ender Talstraße“, sagt Olaf Prinz. Irgendwie werde er den Eindruck nicht los, dass der Ortsteil Ende sowieso „ein bisschen vernachlässigt“ werde. Dabei würden in Ende doch deutlich mehr Bürger als in Herdecke leben. „Dieses Mengenverhältnis wird viel zu wenig berücksichtigt“, meint Olaf Prinz.

Bei seinem Besuch in der Redaktion vor Ort im Kirchender Café Hagenkötter präsentierte Olaf Prinz jetzt einen Vorschlag, wie ein möglicher Anschluss Endes an den Ruhrradweg aussehen könnte. „Am Krankenhaus beginnt hinter dem Tunnel ein Weg, der sehr morastig ist. Er wird überwiegend als Forstweg genutzt“, sagt der Herdecker, der sich diesen Waldweg letztes Jahr einmal genau angeschaut hat. Gemeinsam mit seiner Frau ist er den Weg mit dem Rad abgefahren; stellenweise mussten die Herdecker ihre Räder allerdings schieben oder sogar tragen.

Der Weg verläuft ab Krankenhaus-Tunnel parallel zur Ender Talstraße bis zur Sägemühle. Natürlich seien auch die letzten etwa 600 Meter der Ender Talstraße bis zur Voßkuhle keineswegs ungefährlich, weiß der Ender. Und die Auffahrt auf den Ruhrradweg beginnt zudem erst an der Rampe zur Neuen Ruhrbrücke. Aber immerhin wären Fahrradfahrer, wenn sie den von ihm vorgeschlagenen Weg denn offiziell nutzen dürften, schon einen Großteil der Strecke auf sicherem Terrain unterwegs.

99 Prozent in Privatbesitz

„Man weiß ja auch nicht, wie die Eigentumsverhältnisse dort sind, wo der Forstweg verläuft“, gibt Olaf Prinz noch zu bedenken. Doch das lässt sich schnell klären. „Der Stadt gehört nur das Stück vom Krankenhaus bis zum Tunnel, ab dort verläuft der Weg zu 99 Prozent über privaten Grund und Boden“, sagt Sarah Braun von der Pressestelle der Stadt Herdecke. Eigentümerin ist Elisabeth Harkort, Hausherrin von Gut Schede. Vielleicht stößt die Idee von Olaf Prinz ja bei einigen Politikern auf offene Ohren.