Freud und Leid bei Feuerwehr in Wetter

Wetter..  Ein Rück- und Ausblick mit gemischten Gefühlen: Die Freiwillige Feuerwehr Wetter verzeichnete im abgelaufenen Jahr wenig spektakuläre Einsätze. Doch könnten die Sorgen von 2014 auch jene in 2015 sein, wie Ralf Tonetti als Leiter der hiesigen Feuerwehr andeutet.

Ein Problem: „Das Verständnis einiger Bürger bei unseren Einsätzen wird geringer, uns wird immer öfter das Leben schwer gemacht“, berichtet Tonetti. Getroffene Maßnahmen der Feuerwehr würden infrage gestellt, vor allem bei Straßensperrungen stoßen demnach die Hilfskräfte häufiger auf Kritik oder auf Fragen wie „Benötigt ihr wirklich so viele Autos hier?“.

Dieses Phänomen sei aber nicht nur in Wetter zu beobachten. Hier habe der Feuerwehrchef aber zudem festgestellt, dass er und seine Leute öfter zu Bagatellangelegenheiten gerufen würden. „Früher wurde ein kleiner Ast auch mal eben selbst weggeräumt, heutzutage werden wir angefordert. Um nicht missverstanden zu werden: Wir sind für alle möglichen Schadensfälle natürlich stets erreichbar und kommen unserer Aufgabe nach.“

Positiv bewertet Tonetti das eingeführte Punktekonto (Ehrenamtssparbuch). „Ich glaube, dass die Politik hier Verständnis für uns hat. Hoffentlich läuft die Unterstützung und Kommunikation künftig so gut wie in diesem Jahr.“ Das Nachwuchs-Problem bei der hiesigen Feuerwehr will 2015 auch der kurz vor Weihnachten eingerichtete Arbeitskreis Marketing angehen. Etwa zehn Kameraden machen sich Gedanken, wie sie Interessenten anwerben und Mitglieder bei Laune halten können. „Wir planen Aktionen in Schulen und Kindergärten, zudem denken wir über einen Facebook-Auftritt nach“, so Tonetti.

Besondere Einsätze in 2014

Dessen Rückblick fällt kurz und knapp aus: Besondere Einsätze habe es am 7. August wegen Chlorgas bei der Firma Zeschky und am 4. Februar in der Tischlerei Garthe wegen brennender Späne gegeben. Auch erinnert sich Tonetti noch an das Wasserabpumpen am 20. September in der Breslauer Straße nach starken Regenfällen und an zwei Verletzte am 15. August nach einem Unfall auf der Vogelsanger Straße. Der größte Einsatz 2014 stellte sich am 10. Februar anders als gedacht dar: „Wir gingen von einem Brand des Umspannwerks in Volmarstein aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass nebenan das Poco-Lager in Flammen stand, woraufhin wir die Hagener Kollegen unterstützt haben.“