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Freibad-Appel: Auf Bermuda- und Boxershorts verzichten

01.08.2008 | 17:08 Uhr

Herdecke. Das Freibad in Herdecke appelliert an seine Gäste, auf das Baden mit Bermuda-Shorts zu verzichten. Strikt verboten sind hingegen das Ballspiel und das heimliche Fotografieren.

Mit Bermudas ins kühle Nass - bald verboten? (Foto: theo)

Bermuda-Shorts aus Baumwolle, Boxershorts, T-Shirts oder auch um den Körper geschlungene Badetücher - der Phantasie bezüglich der Kleiderordnung sind beim Sprung ins kühle Nass kaum Grenzen gesetzt. Doch all diese Textilien saugen sich voll und tragen beim Verlassen des Beckens große Mengen des feuchten Elements mit sich. Wohltemperiertes Wasser muss demnach permanent nachgefüllt werden, und das kostet teure Energie.

Da Bermudas auch wesentlich länger nachtropfen als eng anliegende Badekleidung, steigt auch überall die Rutschgefahr. Häufig wird zudem beobachtet, dass die Taschen von Bermudas vollgestopft sind mit Taschentüchern, Zigaretten, Schmink-utensilien oder Süßigkeiten, die im Becken herausrutschen und im Nachgang die Filteranlagen verstopfen.

"Aus hygienischer Sicht ist besonders bedenklich" urteilt Schwimmmeister Michael Schröder, "dass manche Jugendliche unter den Shorts einfach ihre Unterwäsche anbehalten". Obwohl mehrere Bundesländer kürzlich das Tragen von Shorts in Freibädern verboten haben, möchte Schröder im Herdecker Freibad nicht gleich zu drakonischen Maßnahmen greifen: "Wir sprechen, zumindest in dieser Saison, noch kein Verbot aus, sondern werden lieber aufklärend tätig. Viele Badegäste zeigen sich einsichtig, wenn wir sie freundlich auf die Problematik aufmerksam machen."

Wesentlich stringenter handhabt das Team um Michael Schröder zwei andere Ärgernisse: Das Ballspielen auf den Liegewiesen ist wegen der hohen Unfallgefahr nach wie vor verboten. Herumfliegende Bälle werden konsequent eingesammelt.

Immer mehr um sich greift die Unsitte, mit der im Handy eingebauten Kamera ohne Genehmigung und ohne Einverständnis der Betroffenen heimlich Fotos zu machen. So etwas verstößt gegen die Persönlichkeitsrechte und kann strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen.

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Kommentare
03.08.2008
14:46
Freibad-Appel: Auf Bermuda- und Boxershorts verzichten
von Rudi | #2

Also ich mach das so: Habe die Wassermenge ermittelt, die meine Boxershorts dem Becken entnimmt. Diese Wassermenge erwärme ich auf 28° und bringe die zum Besuch im Schwimmbad mit. Gieße sie vor dem schwimmen ins Becken. 2.
Zigaretten entnehme ich vorher der Shorts (habe mir das rauchen im Wasser abgewöhnt). 3. Meine Unterhose ziehe ich aus, da sie sonst nass wird.
Ich hoffe damit Herdecker Verhältnissen gerecht zu werden.

02.08.2008
17:18
Freibad-Appel: Auf Bermuda- und Boxershorts verzichten
von Otto | #1

Wie soll ich denn sonst meinen Bauch verstecken?

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