Frauenchor Harmonie Wetter begeistert in der Elbschehalle

Der Frauenchor Harmonie Wetter trat zum Muttertag in der Elbschehalle auf, Stefan Lex dirigierte.
Der Frauenchor Harmonie Wetter trat zum Muttertag in der Elbschehalle auf, Stefan Lex dirigierte.
Foto: Günter Lehn
Was wir bereits wissen
Prall gefüllte Elbschehalle: Bekannte Solistinnen und junge Neuzugänge traten beim Muttertags-Konzert des Frauenchors Harmonie Wetter auf.

Wengern..  Wer zum Muttertag ein Ticket für das Konzert des Frauenchores Harmonie Wetter unter der Leitung von Stefan Lex geschenkt hatte, freute sich am Sonntagabend: Die Sängerinnen in der brechend vollen Elbschehalle waren brillant.

Der Sopran profitierte von diversen solistisch ausgebildeten Teilnehmerinnen, und in allen Stimmen registrierte man junge Neuzugänge. Ein Signal dafür, dass das Singen in diesem Verein Spaß macht.

„Melodien der guten Laune“ war das Motto des ersten Teils. Sogar Mozart war mit einem temperamentvollen und für Chöre bearbeiteten Lied vertreten. Die Frauen diskutierten, wie man die Männer am Naschen an den „Zuckerplätzchen“, hindern kann. Heutzutage ist das Einsperren der jungen Mädchen natürlich keine Option mehr.

Witolf Werner am Klavier unterstützte den Chor und trieb ihn manchmal mit großer Lautstärke zu triumphierenden Kraftakten an, was die ca. 80 Damen meist mit Bravour erreichten. Sigrid Althoff als Begleiterin ging wesentlich gefühlvoller vor. Sie begleitete die Solistinnen wie Sabine Hubert (Lex: „Fast ein alter Hase im Solo-Gesang“) bei der Künneke-Arie „Strahlender Mond“ mit faszinierend ungekünsteltem Sopran. Leichte Glissandi erhöhten die gefühlsbetonte Spannung.

Beliebter Überraschungsteil

Tochter Laura Lex, mitten im Abitur-Tumult, will Gesang studieren und bewies mit einem Operettensolo von Robert Stolz „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ mit luftig-leichtem Timbre profunde Kenntnisse ihrer Branche. Jenny Mey verkörperte mit kräftigem Sopran und wendigem Ausdruck eine kecke „Christel von der Post“. Vize-Chorleiterin Kathrin Görlas besang mit ihrem weichen Mezzosopran die Liebe: „One Hand One Heart“ aus der West Side Story von Bernstein. Den Chor zog es mit „Plaisier d’amour“ dann noch nach Frankreich.

Im zweiten Teil des Abends unter der Überschrift „…kommt, lasst uns froh sein, auf jeden neuen Tag!“ ging es sogar nach Israel: „Havah Nagilah“ im typisch jüdischen Harmonie-Stil mit übermäßigen Tonschritten. Nach langsamem Ansingen steigerte sich das Tempo, alle blieben im sich stets ändernden Takt – gut einstudiert! Lautstärkeveränderungen spannten große Melodiebögen und setzten Akzente. Natürlich gab es auch wieder den beliebten Überraschungsteil „Ein Kessel Buntes 2015“ mit jungen Chorsolistinnen und Sigrid Althoff. Janine Engel, Ronja Nickel, Eva Lammerding, Carolin Wetsel und Sandra Brück-Peters bildeten zusammen mit den Sopran-Solistinnen ein fantastisches Ensemble. Ein Song aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ war von Melancholie geprägt.

Bei „Freddy my Love“ wand sich Kathrin Görlas im Liebestaumel, Bürgermeister Hasenberg musste dran glauben. „Atemlos“ von Helene Fischer wurde in sehr flottem Tempo vierhändig am Klavier begleitet. Im „Lied vom schlafenden Löwen“ sangen die Sopran-Solistinnen mit Chor-Hintergrund. Das Publikum forderte lautstark Zugaben.

Lex stieg im „Lied vom italienischen Soldaten“ mit seinem Tenor in schwindelnde Höhen auf, bevor der Chor einfiel. Mit „Dankeschön und auf Wiedersehen“ verabschiedeten sich die Künstler schließlich.