Fragebogen-Aktion für aktuelle Entwicklungen

Eine Fragebogen-Aktion zur Wohnsituation in Herdecke soll Aufschluss darüber geben,ob und wo es Handlungsbedarf beim Thema Wohnen in Herdecke gibt.
Eine Fragebogen-Aktion zur Wohnsituation in Herdecke soll Aufschluss darüber geben,ob und wo es Handlungsbedarf beim Thema Wohnen in Herdecke gibt.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Knapp 2000 Herdecker Bürger haben die Fragenbögen des Demografie-Beauftragten Rudolf Lüneborg beantwortet. Die Auswertung soll zeigen, wo Handlungsbedarf ist.

Herdecke..  13 461 Fragebögen zur Bewertung der Wohnsituation in Herdecke hatte die Stadt vor gut einem Monat an alle Haushalte verschickt. Im Sozialausschuss berichtete nun Rudolf Lüneborg, dass knapp 2000 Bürger die Fragen beantwortet hätten. „Eine Rücklaufquote von 15 Prozent ist gut und entspricht normalen Werten bei einer Bevölkerungsbefragung“, sagte der städtische Demografie-Beauftragte, der 2013 eine Datenerhebung zur Bevölkerungsentwicklung in Herdecke zusammengestellt hatte und diese in Kürze aktualisieren will.

Weitere Umfragen folgen

Die Auswertung der aktuellen Wohnungs-Fragebögen übernimmt nun Ulrike Klein vom Fachbereich Geodäsie der Hochschule Bochum mit ihrem Studienteam, Ergebnisse sollen nach den Sommerferien vorliegen. „Wir stellen dann den Ist-Zustand dar und wollen erkennen, wo hier Handlungsbedarf sein könnte“, berichtete die Professorin den Ausschussmitgliedern, dass eine detaillierte Simulation zur Infrastruktur (etwa Erreichbarkeit von Geschäften zu Wohngebieten und Ähnliches) aber erst in vier Jahren vorliege. Noch in 2015 wollen Studenten in einzelnen Gebieten Herdeckes über gezielte Umfragen ergänzende Informationen sammeln.

Über neue Wege nachdenken

Bleibt die Frage, welche Schlüsse daraus dann Stadt und Politik ziehen. „Wir müssen diesbezüglich auch über neue Wege nachdenken“, meinte Bauamtsleiter Daniel Matißik etwa mit Blick auf die Diskussion über den fehlenden Lebensmittelmarkt auf dem Schnee. Es sei schlicht sehr teuer, die Infrastruktur immer wieder anzupassen, sagte er nach dem Einwand Kleins, dass man sich zum Beispiel über einen Lieferservice-Ausbau als Ergänzung Gedanken machen sollte.

Unterdessen befürworteten die Ausschussmitglieder, einen Demografie-Fachmann wie Dr. Klaus Reuter einzuladen, damit dieser die Politik und Öffentlichkeit beraten kann.