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Firma Vorberg in Flammen: Gestern Abend Großbrand

26.06.2008 | 00:15 Uhr

Herdecke-Ende. Die Sirenen heulten gestern um 21.12 Uhr erst in Herdecke, dann wurden auch die Feuerwehren aus Wetter, Witten und Hagen alarmiert: Großbrand bei der Firma Vorberg an der Loerfeldstraße.

Großbrand bei Vorberg am Loerfeld: Eine riesige Rauchwolke stieg in die Abendhimmel, während Feuerwehren aus Herdecke und der Region die Flammen mit Wasserkanonen bekämpften. Foto: Frank Gautzsch

Während in Basel die Deutschen Fußballer um den Einzug ins EM-Finale kickten, stand bei der Wertstoff-Firma am Loerfeld eine Halle, in der Abfall gelagert und sortiert wird, in Flammen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen die Flammen meterhoch aus den seitlichen Fenstern, die durch die Hitze geplatz waren. Mit mehreren C-Rohren starten die Einsatzkräfte unter Atemschutz einen Erstangriff gegen die Flammen. Doch selbst die später eingesetzten drei Wasserkanonen, die von drei Gebäudeseiten große Mengen Wasser auf das Gebäude sprühten, konnten gegen die gewaltige Flammenkraft nur schwerlich etwas ausrichten. Bei Redaktionsschluss war der Brand noch nicht unter Kontrolle und insgesamt 120 Einsatzkräfte aus der gesamten Region kämpften gegen das Feuer.

Unklar ist bislang noch, wie der Brand entstehen konnte. Unklar ist auch noch die Schadenshöhe, sie dürfte aber in die Hunderttausende gehen, wenn nicht Millionenhöhe erreichen: "Wir reden hier von einem klassischen Großbrand", so Ulrich Barstadt als Pressesprecher der Herdecker Feuerwehr.

Wegen der starken Rauchentwicklung, und weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich durch den Brand auch giftige Stoffe entwickelt hatten, warnte die Polizei die Anwohner vorsorglich über Lautsprecher, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Vor Ort waren auch Herdeckes Bürgermeister Hans-Werner Koch sowie Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm. Die Einsatzleitung dirigierte Herdeckes Feuerwehr-Chef Hans-Jörg von einem Einsatzleit-Container, den die Wittener Feuerwehr auf dem Gelände der benachbarten Technischen Betriebe aufgestellt hatte. Ein Einsatzende war bei Redaktionsschluss noch nicht abzusehen. Die Feuerwehr ging aber davon aus, dass sie bis in die heutigen Morgenstunden im Einsatz bleiben würde.

Die schwarze Rauchsäule von der Loerfeldstraße war weithin sichtbar. Selbst aus Volmarstein meldeten sich besorgte Anrufer. Zur genauen Ermittlung der Brandursache werden heute Brandexperten der Kripo vor Ort erwarten. Ob und wann Wertstoff-Verwerter Vorberg seinen Betrieb wieder aufnehmen kann, ist unbekannt.

Von Frank Gautzsch

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