Feuerwehr sieht mehrere Gefahrenstellen

Herdecke..  Die Herdecker Feuerwehr hat die Ender Talstraße als Gefahrenstelle eingestuft. Das geschah nicht nur wegen der heftigen Unfälle, sondern auch im Hinblick auf das eigene Vorgehen. Zu jedem Rettungswageneinsatz auf dieser Straße fährt zur Sicherung auch ein Löschfahrzeug der Feuerwehr mit. Dies geschehe ebenfalls auf der Umgehungsstraße B54 sowie auf der Gederner und Wittbräucker Straße.

Schlimme Unfälle

In Sachen Unfallhäufigkeit liegt die Wittbräucker Straße aus Sicht der Feuerwehr zwar vor der Ender Talstraße, doch die Intensität und die Folgen der schlimmen Ereignisse auf der Kreisstraße zwischen Herdecker Bach und Gedern allein in diesem Jahrtausend lassen nicht nur Einsatzkräfte schaudern. Zwei Beispiele: 2003 fuhr ein BMW frontal gegen eine Brücke und brannte aus. Zwei Jahre später gab es einen weiteren Toten zu beklagen: Ein Radfahrer war bei tief stehender Sonne unterwegs und verunglückte an der Abfahrt Kirchende. Zudem habe es viele Schwerverletzte und eingeklemmte Personen in Fahrzeugen gegeben.

Sorge bei sechs Stellen

Die Feuerwehr hat auf der Ender Talstraße einige Gefahrenstellen ausgemacht. Da wäre etwa:
der Kurvenbereich vor dem Regenrückhaltebecken: insbesondere bei Nässe bzw. im Herbst bei Laub und bei Glätte ereignen sich dort immer wieder Unfälle (Pkw oftmals überschlagen);
die Ausfahrt Gemeinschaftskrankenhaus: dort gebe es vorfahrtsbedingt Unfälle an der Kreuzung;
der Abzweig Gederner Straße: ebenfalls immer wieder vorfahrtsbedingte Unfälle;
die Auffahrt von Kirchende Richtung Gemeinschaftskrankenhaus: der Abzweig sei schlecht einsehbar;
der abschüssige Teil unterhalb des Abzweigs zum Gemeinschaftskrankenhaus Richtung Wetter: vor der Engstelle werde es bedingt durch die Topographie insbesondere morgens im Winter teils sehr glatt;
der nicht ausgebaute Bereich rund um die Sägemühle: dort komme es zu Zusammenstößen im Begegnungsverkehr (kürzlich mit einer eingeklemmten Person), auch habe es Motorradunfälle im Kurvenbereich der Sägemühle gegeben.

Wenig Platz für Retter

Im engen Teilstück durch den Wald im unteren Teil rund um die Sägemühle beklagt die Feuerwehr schwierige Einsatzbedingungen: Die Fläche für Großfahrzeuge sei knapp bemessen, was die An- und Abfahrten für Rettungswagen erschwere. „Wenn man dort mit seinen Einsatzmitteln zwischen den Unfallfahrzeugen steht, ist die Straße blockiert“, heißt es.

Dementsprechend fehle es hier an einer Rangierfläche, auch der Raum für die Bereitstellung der Einsatzgerätschaften reiche kaum aus. Also müssten die Feuerwehrleute ihre Einsätze dort konsequent steuern und organisieren, damit kein Chaos durch Einsatzfahrzeuge entstehe. Dies sei jedoch nicht so einfach, vor allem nicht zu Beginn etwa von Notfällen habe das Befinden der Patienten Vorrang gegenüber dem Verkehr.