FDP-Politiker kritisiert Bauarbeiten im Zentrum

Herdecke..  Harsche Kritik: Beim genauen Blick auf die Umgestaltung der Herdecker Innenstadt beklagt Christian Korge, dass dort mangelhaftes Material verarbeitet würde und auch die Umsetzung Anlass zur Sorge gebe. Im Ausschuss Bauen, Planen und Verkehr erläuterte dies der FDP-Politiker, der selbst ein Bauunternehmen führt, mit Bildern. Nach diesem Vortrag wies Andreas Schliepkorte als technischer Leiter der Technischen Betriebe Herdecke (TBH) die Vorwürfe zurück.

Korge verwies zunächst auf das Mauerwerk in der Mühlenstraße, wo Risse in den Verfugungen zu sehen seien. Ein Zeichen, dass handwerklich schlecht gearbeitet worden sei. Auch die gelegten Stufen zum Kampsträter Platz seien ungleichmäßig angebracht und in keinem guten Zustand. „Wenn da Wasser eindringt, können diese platzen, was Unfallgefahren bedeutet.“ Vor der Verarbeitung habe er erkannt, dass einige Sandsteine in schlechter Qualität angeliefert worden seien. Außerdem reiche die Fugenkonstruktion nicht für die zu erwartende Belastung nach der Freigabe aus. „Hier muss nachgebessert oder zurückgebaut werden, zudem sollen Sachverständige die Baumaßnahme, die der Steuerzahler finanziert, kontrollieren“, so Korge, dessen Antrag aber keine Mehrheit fand.

Die TBH, die laut FDP die Bauüberwachung verstärken soll, reagierten irritiert. „Was nicht korrekt gebaut ist bzw. der Norm widerspricht, werden wir nicht abnehmen. Es handelt sich um einen laufenden Bauprozess, den wir sehr genau protokollieren und fotografieren“, so Schliepkorte. Er sieht keinen Anlass für weitere Gutachten, die Stadt müsse sich an Vergaberegeln bei der Ausschreibung halten.