Familienpütt und Kohlenzwerg

Ennepe-Ruhr/Witten..  Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden zwischen Dortmund und Essen über 1000 Kleinzeichen – im Volksmund Liliput-Zechen, Kohlenzwerge oder Familienpütts genannt. Dieser fast vergessenen Phase des Bergbaus geht die Dauerausstellung „Zeche Eimerweise“ im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall nach. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt für Sonntag, 15. Februar, um 14.30 Uhr zu einer Führung durch diese Ausstellung auf dem Gelände seines Wittener Industriemuseums ein.

Als es nach dem Zweiten Weltkrieg zu dramatischen Engpässen in der Kohleversorgung kam, gruben sich Unternehmer und Privatleute zu den Lagerstätten in geringer Tiefe vor, die der Bergbau in früheren Jahren nicht abgebaut hatte. So förderte etwa die Kleinzeche „Ingeborg“ 1957 in wenigen Monaten 1000 Tonnen Kohle aus dem zuletzt 15 Meter tiefen Schacht. Das LWL-Industriemuseum hat die Zeche mit Betriebsgebäude, Schacht, Fördergerüst und Verladerampe nachgebaut.

Die offene Sonntagsführung ist im Museumseintritt enthalten.