Falschparker lässt sich von Polizei kaum stoppen

Die Felsbrocken an der Kaiserstraße könnten Blumenkästen weichen.
Die Felsbrocken an der Kaiserstraße könnten Blumenkästen weichen.
Foto: WP
Die Polizei hat einen Falschparker von der Kaiserstraße bis zum Oberwengerner Bahnhof verfolgt, nachdem er einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes fast über den Fuß gefahren wäre.

Wetter..  Das Thema Parken in der Kaiserstraße in Wetter hat einen unrühmlichen Höhepunkt erreicht. Ein Verkehrsrowdy hat beinahe den Fuß eines Mitarbeiters des Ordnungsamtes überfahren. Der Mann hatte den Autofahrer zur Rede gestellt, als er zu seinem widerrechtlich auf einem Behindertenparkplatz an der Kaiserstraße abgestellten Wagen zurückkehrte.

Den Fahrer kümmerte das nicht weiter. Er stieg in sein Auto, fuhr los, gefährdete dabei den Ordnungshüter und nahm einem anderen Wagen die Vorfahrt. Polizeibeamte beobachteten den Vorfall und folgen dem Fahrzeug bis auf die Ruhrstraße.

Trotz mehrfacher Aufforderung durch Anhaltezeichen und Außenlautsprecher gelang es den Beamten erst an der Bushaltestelle Oberwengerner Bahnhof, den Flüchtenden zu stoppen. Bei seiner Überprüfung leistete der Autofahrer erheblichen Widerstand und beteuerte, dass er nichts getan habe. Erst als sein Arbeitgeber und weitere Einsatzkräfte am Einsatzort erschienen, händigte der 45-jährige den Beamten seine Ausweispapiere aus. Nun erwartet ihn eine Anzeige.

Poller vor der Sparkasse

Im Hauptausschuss erklärte unterdessen Fachbereichsleiter Manfred Sell, dass man Autofahrer über vier Wochen lediglich belehrt habe. Erst dann seien Verwarnungen verteilt worden. „Nur mit Charme war nicht so viel zu erreichen“, spielte Bürgermeister Frank Hasenberg auf einen Leserbrief in dieser Zeitung an.

Neben der konsequenten Verwarnung von Falschparkern will die Stadt nun auch noch mit Pollern verhindern, dass zum Beispiel gegenüber der Sparkasse geparkt wird. An anderen Stellen liegen derzeit noch Felsbrocken, die aber „auch durch Blumenkübel ersetzt werden können, wenn sich jemand zur Pflege bereiterklärt“, so Sell. Bürgermeister Hasenberg kündigte zudem an, in einer öffentlichen Lenkungsgruppe nicht nur das Thema Parken, sondern auch die Frage nach Überwegen und Geschwindigkeit nochmals zu diskutieren. „Nur sollte man zunächst ein paar Fakten sammeln“, so Hasenberg. „Und alle müssen sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen.“