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Fakten zu den Flüchtlingen in Wetter

12.02.2016 | 12:00 Uhr
Fakten zu den Flüchtlingen in Wetter
Aufmerksame Zuhörer: Von der Grundschule am Schmandbruch (unser Bild) ist die städtische Flüchtlingsunterkunft am Ochsenkamp nicht weit. Daher hat die Stadt Wetter hier den ersten Aufschlag für ihre Info-Reihe gemacht.Foto: Klaus Görzel

Schmandbruch.   Die Stadtverwaltung in Wetter hat ihre Bürger zu einer ersten Info-Veranstaltung über die Integration der Flüchtlinge eingeladen. Das Interesse war groß - sogar von außerhalb.

Es gibt in Wetter derzeit rund 500 Flüchtlinge und eine Verwaltung, die sich um deren Aufnahme kräftig bemüht. Es gibt zahlreiche Bürger, die sie dabei einsatzfreudig unterstützen. Und es gibt offensichtlich Interesse auch außerhalb von Wetter an den Bemühungen in der Stadt, die Flüchtlinge willkommen zu heißen. So die Bilanz des ersten Info­abends, zu dem die Stadt die Bürger eingeladen hat. Drei weitere sollen folgen.

Hilfe für aktuell 500 Zugewanderte

Über 50 Gäste haben in der Grundschule am Schmandbruch Platz genommen. Vor Kopf sitzen der Bürgermeister, die Fachbereichsleiterin fürs Soziale, der Fachbereichsleiter für Schule, der Spezialist für die Flüchtlingsbetreuung – und Wetters Polizeichef Uwe Mertens. Der Bürgermeister und Sören Noll berichten, wie die Flüchtlinge der Stadt zugewiesen werden und welche Aufgaben die Verwaltung zu erfüllen hat. Um Versorgung und Unterbringung geht es dabei. Falsch, kommt aus der Zuhörerschaft: „Ihre Aufgabe ist es, dem eigenen Volk zu dienen.“

Gefragt wird, wie sich die 500 Zugewanderte einzelnen Herkunftsländern zuordnen lassen. Und Marius Klein, für eine Wahlperiode Ratsmitglied für die NPD, will wissen, was die Stadt für die Betreuung der Flüchtlinge aufwenden muss. Beide Antworten bleibt die Verwaltung schuldig. Ihm käme es vor, als würden die Infos unter einem „Deckmantel“ gehalten, kommentiert das ein anderer Wetteraner.

Ein Nachbar der Unterkunft am Ochsenkamp zeigt sein Unverständnis, dass immer wieder die Türen aufstehen. Das ist doch Energievergeudung! Wir steuern gegen, sagt eine Patin, die sich regelmäßig um die Flüchtlinge in dem Haus kümmert. Ein Vater fürchtet ein wenig um die Sicherheit seiner Tochter. Unbegründet, kommt zurück. Immerhin hat Polizist Mertens sein Thema erfreulich schnell abhandeln können: „Wir sehen hier überhaupt keine Probleme“, sagt er. 15 Einsätze gab es im ganzen letzten Jahr, Streiterein, Ruhestörung, ein Mal eine Körperverletzung.

Angebot wird weiter ausgebaut

Die Stadt will künftig bei den größeren Unterkünften eine Sicherheitsfirma mit ins Boot nehmen, kündigt Fachbereichsleiterin Margot Wiese an. Als Signal an die Bürger, die mehr Sicherheit wünschen, und an die Bewohner, die sich auch sicherer fühlen könnten. Viele Angebote werden gut angenommen, zum Café Miteinander am Schmandbruch soll es bald auch in Wengern Gelegenheit zur Begegnung von Flüchtlingen und Bürgern geben. Wer helfen will, kann ein Anmeldeformular ausfüllen.

Immer wieder gibt es Fragen, die auf die bundesdeutsche Flüchtlingspolitik insgesamt zielen. Sie kommen von einem Herrn, der sich selbst als Mitglied des Kreistages in Gütersloh vorstellt. Es handelt sich um Udo Hemmelgarn, den Kreisvorsitzenden der AfD in Gütersloh. Mit ein paar Gefährten hat er den Weg ins Schulfoyer gefunden. „Welcher Partei gehört hier der Bürgermeister an?“, hat einer auf dem Weg zur Veranstaltung gefragt. SPD ist die richtige Antwort. Und so hat der Bürgermeister auch eine Meinung zur Flüchtlingspolitik, und er bietet auch an, sie mit den kritischen Fragestellern zu diskutieren. Nach den lokalen Themen. Aber als die abgearbeitet sind, haben die Gäste von außerhalb die Veranstaltung verlassen, und auch der Versuch einer Zuhörerin, sie vom Gehen abzuhalten, bleibt vergeblich.

Klaus Görzel

Kommentare
14.02.2016
23:22
Fakten zu den Flüchtlingen in Wetter - Bei der Wahrheit bleiben
von helmutjacob | #5

Das Verheimlichen der Kosten ist unanständig. Der BM muß wissen: Der Bürger zahlt seine Brötchen. Die Vorgehensweise ist so falsch, wie die von "Mama...
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2 Antworten
Fakten zu den Flüchtlingen in Wetter
von MisterStringer | #5-1

Eine veritable Liste haben Sie da angelegt. Respekt. Bei genauem Hinsehen fällt aber auf, daß dies Punkte sind, die nicht ausschließlich von offiziellen Stellen, sondern auch von Ehrenamtlichen geleistet werden können. Da könnten Sie doch was tun. Mal schauen:
1. Bürger begeistern können Sie auch
2. Helferliste: Da können Sie sich eintragen lassen
3. Unterbildung? (Kenn ich nur aus einem Zitat von O. Wilde)
4. Pressetermine können Sie auch wahrnehmen
5. Bei Themenabenden können Sie vom aktuellen Stand berichten
6. Kontakte zu Kirchen könne Sie auch herstellen
7. Dolmetscher suchen kann auch jeder machen
8. Sie brauchen ja keine aufnehmen
9. Über Sitten und Gebräuche können Sie auch informieren, bei juristischen Fragen wäre ich da vorsichtig.
Wenn Sie von dieser Liste nur ein bißchen umsetzen, fällt unter Punkt 10 die Kostenerhöhung etwas niedriger aus und die Begeisterung (Punkt 1) etwas höher. Einfach, oder?

Fakten zu den Flüchtlingen in Wetter
von Ergonomy | #5-2

von MisterStringer
11.Steuern zahlen und dann der Verwaltung die Arbeit abnehmen, für die Sie bezahlt wird.
Haben Sie vergessen:-)

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Fakten zu den Flüchtlingen in Wetter
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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wetter-und-herdecke/fakten-zu-den-fluechtlingen-in-wetter-id11556847.html
2016-02-12 12:00
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