Fahrerflucht in Wetter

Wetter..  Beim Ausparken soll ein 39-jähriger Autofahrer in Wetter einen fremden Wagen touchiert und beschädigt haben und einfach weggefahren sein. Jetzt begann sein Prozess wegen Unfallflucht vor dem Amtsgericht. Dort schwieg er.

Zeuge hinterlässt Infos

Am Morgen des 20. Oktober beobachtete ein Fußgänger auf der Steinkamp Straße, wie der Fahrer eines VW Caddy aus einer Parklücke vor der Sparkasse zurücksetzte und dabei gegen ein Auto stieß, das auf der gegenüberliegenden Seite abgestellt war. Da der Unfallfahrer losfahren wollte, gab ihm der Zeuge mit Handzeichen zu verstehen, was passiert war. Der Mann fuhr zurück, blieb stehen und der Zeuge rechnete damit, dass er sich um alles kümmern würde. Also ging er in die Bank. Später stellte er fest, dass der Fahrer verschwunden war. Daher klemmte der Zeuge dem Halter des beschädigten Wagens einen Zettel mit allen Informationen hinter den Scheibenwischer.

Jetzt saß der mutmaßliche Unfallfahrer auf der Anklagebank und war nicht bereit, sich zu äußern. „Ich mache von meinem Schweigerecht Gebrauch“, ließ er das Gericht wissen. Also mussten die Zeugen befragt werden.

Der Rentner, der die Kollision beobachtete, gab an, er habe nur erkennen können, dass es sich bei dem Fahrer um einen Mann handelte – jünger als er und etwas kräftiger.

Der Halter des eher betagten Ford Mondeo, der beschädigt wurde, bezifferte die Reparaturkosten auf etwa 1000 Euro. Er versicherte, dass das Auto zuvor weder die Beule noch den Schaden an der Stoßstange gehabt habe. Seine Frau, die mit dem Wagen an dem Morgen unterwegs war, erklärte, dass sie das andere Fahrzeug und den Chef des Unternehmens kenne.

Mehrfach habe sie mit ihm telefoniert und schließlich habe er ihr gesagt, sie solle den Angeklagten anzeigen. Der sei mittlerweile gekündigt. Auch er habe einen Schaden an seinem Fahrzeug. Mitte Mai wird das Verfahren nun mit der Befragung des ehemaligen Arbeitgebers und dessen Ehefrau fortgesetzt. Dann könnte sich herausstellen, wer den Wagen an dem Morgen tatsächlich fuhr.