Europa-Blitzmarathon soll Autofahrer bremsen

Die Polizisten Ralf Bährens aus Herdecke (vorn) und Dieter Ullrich aus Wetter messen in Volmarstein an der Vogelsanger Straße die Geschwindigkeit
Die Polizisten Ralf Bährens aus Herdecke (vorn) und Dieter Ullrich aus Wetter messen in Volmarstein an der Vogelsanger Straße die Geschwindigkeit
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bürger können über Messstellen abstimmen. Zu hohe Geschwindigkeit führt zu schwereren Verletzungen

Wetter..  Spitzengeschwindigkeiten hat in diesen Tagen vor allem der Wind erreicht. Doch auch auf den Straßen sind immer wieder Auto- und Motorradfahrer zu schnell unterwegs. Regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen sind für die Polizei und die Kreisbehörden darum Alltag. Da gehört der Blitzmarathon, den die Polizei bereits acht Mal landesweit und schon drei Mal bundesweit durchgeführt hat, inzwischen ebenfalls zu. Jetzt wird erstmals europaweit gemessen. Am Donnerstag, 16. April, wird ab 6 Uhr die nächste Aktion zur „Bekämpfung der Unfallursache Geschwindigkeit“ durchgeführt.

„Überhöhte Geschwindigkeit“ und die daraus resultierenden oft schweren Unfallfolgen stehen bei der Kreispolizeibehörde nach wie vor im Mittelpunkt der Verkehrsunfallbekämpfung“, sagt der Sprecher der Kreispolizeibehörde, Dietmar Trust. Im Bereich des Ennepe-Ruhr-Kreises (ohne Witten) seien im Jahr 2014 sechs Menschen durch einen Verkehrsunfall zu Tode gekommen, 124 wurden schwer verletzt. Zum Vergleichszeitraum des Jahres 2013 bedeutet das die gleiche Anzahl an tödlich verletzten Personen und eine Steigerung um 1,6 Prozent bei den schwer verletzten Personen. Und, so betont Trust: „Die Zahl der Verunglückten ist insgesamt um 0,7 Prozent von 685 im Jahr 2013 auf 690 im Jahr 2014 gestiegen!“

Und der Polizeisprecher hat weitere Fakten parat: Bei einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern sterben acht von zehn Fußgängern, die im Stadtverkehr angefahren werden. Bei 50 Stundenkilometern überleben hingegen acht von zehn Fußgängern. „Ziel ist es, das Geschwindigkeitsniveau zu senken, um weniger Tote und Verletzte im Straßenverkehr zu haben“, so Trust.