Etwas Besserung für marode Herdecker Straßen in Sicht

Frühzeitige Sanierung in Sicht: Auch für die schadhafte Dortmunder Landstraße konnte Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster dem Niederlassungsleiter von Straßen-NRW positive Signale entlocken.
Frühzeitige Sanierung in Sicht: Auch für die schadhafte Dortmunder Landstraße konnte Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster dem Niederlassungsleiter von Straßen-NRW positive Signale entlocken.
Foto: Stadt Herdecke
Was wir bereits wissen
Immer wieder gibt es Kritik am Zustand der Straßen in Herdecke. Bessere Verhältnisse sind an der Dortmunder Landstraße und am Ossenbrink in Sicht.

Herdecke..  Nicht nur die FDP meint, dass die Gemeindestraßen in Herdecke „teilweise in einem beklagenswerten Zustand“ seien. Die Fraktion forderte kürzlich in der Ratssitzung die Verwaltung auf, eine versprochene Liste zu erstellen, damit weitere Sanierungsarbeiten noch in diesem Jahr stattfinden können. „Es liegt ein Dringlichkeitskatalog vor, wir kommen diesbezüglich aber nicht in die Gänge“, meinte Ratsherr Wilhelm Huck, der die im städtischen Haushalt eingeplanten Mittel von 500 000 Euro sinnvoll einsetzen will.

Darauf entgegnete Andreas Schliepkorte als Technischer Leiter der Technischen Betriebe Herdecke, dass nun für die Sanierung am Ossenbrink (siehe Text rechts) 230 000 Euro gebraucht würden. Da der städtische Etat für 2015 auch noch nicht gänzlich genehmigt worden sei und im Haushalt keine konkreten Straßennamen stehen, wünsche er sich, dass Stadt und Politik weitere Sanierungen mit Blick auf 2016 gemeinsam erarbeiten. „Wir wollen die gesamten 500 000 Euro in diesem Jahr verwenden, daher werden wir zum nächsten Fachausschuss Vorschläge und Prioritäten angeben“, so Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster.

Sie berichtete zudem von erfreulichen Signalen vom Landesbetrieb Straßen-NRW, der etwa für die Landstraßen auf Herdecker Gebiet zuständig bzw. verantwortlich ist und in unregelmäßigen Abständen so genannte Städtebaugespräche mit der Verwaltungsspitze führt. Mit Ludger Siebert, dem Leiter der Niederlassung Südwestfalen, und seiner Delegation wurden etliche städtebauliche sowie verkehrsplanerische Angelegenheiten diskutiert und auch gemeinsame Ortsbesichtigungen im Stadtgebiet durchgeführt, sagte Schliepkorte.

Konkret: Unter anderem sollen die Ablagerungen am Rande der Wittener Landstraße (am ehemaligen Parkplatz auf Höhe Im Twistelsiepen) nach einer Prüfung auf Belastungen vom Landesbetrieb beseitigt werden. Außerdem werde geprüft, ob an der Wittener Landstraße eine Fußgängersicherung zu den Bushaltestellen in Höhe Neue Straße ermöglicht werden kann.

Auch für die schadhafte Dortmunder Landstraße konnte die Bürgermeisterin dem Niederlassungsleiter positive Signale entlocken, teilte sie mit. Hierzu habe die Verwaltungschefin den Kollegen vom Land gebeten, zu einer Probefahrt im städtischen Dienst-Smart Platz zu nehmen. Denn eigentlich stehe die Dortmunder Landstraße noch nicht einmal im mittelfristigen Programm des Landes. Im Ergebnis könnte die marode Straße nun in ein früheres Bauprogramm gelangen, gegebenenfalls in einer gemeinsamen Maßnahme mit einer Kanalsanierung, die ebenfalls erforderlich ist. Darüber hinaus werde auf Bitte der Bürgermeisterin geprüft, ob das Anlegen eines kombinierten Rad- und Fußweges im Zuge dieser Maßnahme durch das Land realisiert werden kann. Denn damit wäre dann auch der Lückenschluss zwischen Vaerstenberg und Wittener Landstraße geschafft.

Wittbräucker Waldweg im Visier

Die Technischen Betriebe Herdecke prüfen derzeit laut Mitteilung, ob der marode untere Abschnitt des Wittbräucker Waldwegs kurzfristig saniert werden kann. Mit einem sogenannten Hocheinbau über die gesamte Fahrbahnbreite des Abschnitts könnten Schadstellen beseitigt werden, ohne eine langwierige Sanierung des gesamten Unterbaus der Straße (mit Auskofferung) vornehmen zu müssen.

Wann dies geschieht, sei vom Baufortschritt an der B54/Herdecker Bach abhängig, da der Wittbräucker Waldweg eine wichtige Ausweichstrecke vor allem für Anwohner des Herrentischs sei.

Derweil schlug die FDP-Fraktion mit Blick auf den nächsten Fachausschuss vor, an der Walkmühle auf den geplanten Fuß- und Radweg für teure 80 000 Euro zu verzichten. Dafür soll der Fußweg von der Straße Zum Kuckuck bis zum Parkplatz Kirchende vorgezogen werden.

Am Ossenbrink gesperrt

Der Straßenabschnitt zwischen der Einmündung der Straße Im Siepen und der Einmündung Hellerstraße (auch bekannt unter dem „scharfen Eck“) ist baulich in einem sehr schlechten Zustand, teilt die Stadt Herdecke mit. Die verkehrsarme Zeit der Sommerferien soll jetzt genutzt werden, die Fahrbahn auf der gesamten Querschnittsbreite von fast sieben Metern vollständig zu erneuern. Hierzu sei eine Vollsperrung ab Montag, 6. Juli, erforderlich.

Die Anlieger der Straße Am Ossenbrink können ihre Grundstücke für die Dauer der Baumaßnahme demnach nur von jeweils einer Seite als Sackgassenlösung anfahren. Die Zufahrt von Lösch- und Rettungsfahrzeugen sei jederzeit sicher gestellt.

Bis zum Ende der Sommerferien (11. August) sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin ist eine großräumige Umleitung über die Dortmunder Landstraße und Wittbräucker Straße ausgeschildert. Ortskundige können während der Sperrung die kleinräumigeren Wohnstraßen zur Umfahrung nutzen.

Arbeiten bis Ferienende

Die Baufirma werde sich bemühen, die Beeinträchtigungen für die Anlieger so gering wie möglich zu halten.

Bei Fragen steht die zuständige Bauleiterin der Technischen Betriebe Herdecke, Maren Hessam, unter 02330/611-421 zur Verfügung.