Erstklässler aus Wetter spielen die Ostergeschichte nach

Erstklässler der St.-Rafael-Grundschule in Wetter lernen im Unterricht mit Referendarin Christine Wilke die Ostergeschichte kennen, spielen sie in Szenen nach und malen Bilder dazu
Erstklässler der St.-Rafael-Grundschule in Wetter lernen im Unterricht mit Referendarin Christine Wilke die Ostergeschichte kennen, spielen sie in Szenen nach und malen Bilder dazu
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit Figuren und Symbolenhaben die Erstklässler der Grundschule St. Rafael in Alt-Wetter in sechs Bildern die Ostergeschichte nachgespielt.

Wetter..  „Wisst Ihr, worum es in der Ostergeschichte geht?“ fragt Christina Wilke zu Beginn der Schulstunde die I-Männchen der katholischen St. Rafael-Grundschule. Und die antworten prompt: „Um Jesus.“ „Um ein Fest.“ „Um die Eier.“

Gefangennahme, Kreuzigung, Tod und Auferstehung – die Ostergeschichte ist für Erstklässler wahrlich kein einfacher Stoff. Das weiß Referendarin Christina Wilke sehr wohl. Aber sie hat den Mädchen und Jungen die Geschichte trotzdem erzählt. Behutsam und mit leicht verständlichen Worten. Dazu bekamen die Kinder Figuren und Symbole an die Hand, damit sie die Stationen, die Jesus erlebte, auf einem Friedenskreuz aus Stoff nachspielen konnten.

Die Taube steht für den Frieden

Die Pädagogin nimmt die Jesusfigur, bewegt sie ein paar Zentimeter und erklärt: „Jesus geht einen weiten, steinigen Weg nach Jerusalem. Als er ankommt, jubeln die Menschen und rufen: Er ist der Friedenskönig.“ Sofort legen Luis und Amelie die passenden Symbole wie Krone und Taube zur Figur. Dann erzählt Christina Wilke von dem besonderen Fest, das Jesus mit seinen Jüngern feierte, von dem Brot und dem Wein, die er als seinen Leib und sein Blut mit ihnen teilte. „Wer hat den Krug?“ fragt sie in die Runde, bis Lucca ihn zu der Jesusfigur stellt. „Dann geht Jesus in den Garten Gethsemane; er wünscht sich den Schutz Gottes. Was ist das Zeichen für Schutz?“ „Ein Haus“, ruft Amelie und setzt das gebastelte Haus auf das Friedenskreuz.

Dann erfahren die Erstklässler von den Männern in Jerusalem, die Jesus nicht mögen, ihn gefangen nehmen und zum Statthalter Pilatus bringen. „Der aber möchte keinen König in seiner Stadt und befiehlt, Jesus zu kreuzigen.“ Mit ihren Figuren spielen Jan, Dana und die anderen Kinder nach, wie Jesus der Mantel weggenommen und ihm „eine pieksende“ Dornenkrone aufgesetzt wird, wie er zum Berg Golgatha gebracht wird und dort am Kreuz stirbt. „Als Jesus stirbt, wird es dunkel im Land, er wird in einer Höhle begraben“, erklärt Christine Wilke, nimmt braune und schwarze Tücher und hüllt die Jesusfigur darin ein. Aufmerksam verfolgen die Kinder das Geschehen und rücken die drei Frauenfiguren, die bei Jesus am Grab bleiben, an die richtige Stelle.

„Als die Frauen ein paar Tage später wiederkommen, ist der Stein vor dem Grab weggerollt, und sie sehen durch das Licht den Engel Gottes, der ihnen sagt, dass Jesus auferstanden ist. Die Frauen freuen sich; denn das Leben ist stärker als der Tod.“ Christine Wilke hält den Stern als Symbol für das Licht hoch. Dann bittet sie die Jungen und Mädchen, das zu zeichnen, was ihnen an der Ostergeschichte am besten gefallen hat. Schnell werden auf den weißen Blättern Tauben, Häuser, Brote und Sterne sichtbar. Die Kinder versuchen, zu erklären, was ihr Nachbar gemalt hat. Josie meldet sich zu Wort: „Luise hat ein Friedenskreuz gemalt, weil sie was anderes nicht kann.“ Amelie sagt: „Eva hat die Anziehsachen von den Frauen gemalt. Und Dana hat Jesus in der Höhle gemalt.“

„Jesus ist nicht tot!“

Nach einer kurzen Bewegungspause werden die Erstklässler noch einmal von Christine Wilke gefordert. „Was hat die Geschichte denn nun mit Ostern zu tun, da suchen wir doch Ostereier?“ Anna antwortet: „Damals hat man Ostern noch anders gefeiert, da hat man noch keine Eier gesucht.“ Und Jette weiß: „Jesus ist an dem Tag gestorben.“ „Ja, und dann ist er auferstanden, er ist nicht tot, aber wo ist er denn?“ will die Pädagogin noch wissen. Amelie antwortet prompt: „Im Himmel bei Gott, das ist sein Vater.“ Ja, nickt Christine Wilke und gibt ihren Schützlingen noch mit auf den Weg: „Aber wir reden so viel über Jesus, er ist also auch mitten unter uns und passt auf uns auf.“