Erster Schritt für Kita-Neubau in Wetter

Die Hauptschule an der Heinrich-Kamp-Straße soll weichen, die Turnhalle will die Stadt erhalten.
Die Hauptschule an der Heinrich-Kamp-Straße soll weichen, die Turnhalle will die Stadt erhalten.
Foto: WP
Die Politik hat einen ersten Schritt für den Neubau einer Kita im Schöntal gemacht. Für das Hauptschulgelände soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Noch sind ausreichend Kita-Plätze vorhanden.

Wetter..  Mit einer Enthaltung hat der Stadtentwicklungsausschuss die ersten Weichen für den Neubau einer Kindertagesstätte im Schöntal gestellt. Für das gut 11 000 Quadratmeter große Areal der Hauptschule wurde dort der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Steinstraße / Heinrich-Kamp-Straße“ gefasst. Eine Fläche von 3000 Quadratmetern ist dabei für den Kita-Neubau vorgesehen, 5000 Quadratmeter stehen für Wohnbebauung oder die Verwirklichung anderer Konzepte wie zum Beispiel die Einrichtung einer Kurzzeitpflege zur Verfügung, erläuterte Fachbereichsleiter Manfred Sell in der Sitzung. Die Turnhalle an der Hauptschule gehört zwar zum Plangebiet, soll aber nicht angetastet werden.

Offen blieb in dieser frühen Phase, wer die als Ersatz für Reuter- und Harkorthaus gedachte Einrichtung baut. „Ein Investorenmodell wird durchgerechnet“, so Sell. Doch auch andere Varianten seien im Blick. Zumal beim Bau durch einen Investor die Stadt den geringsten Schadensausgleich für das durch einen Brand zerstörte Reuterhaus durch die Versicherung erhalten würde.

Noch freie Betreuungsplätze

Im Jugendhilfeausschuss stellte die Verwaltung dann die Gruppenkonstellation für das Kindergartenjahr 2015/16 vor. Die gute Nachricht, dass die Versorgungssituation für die Drei- bis Sechsjährigen dem erforderlichen Bedarf entspricht und für die Jüngeren trotz einer rückläufigen Versorgungsquote nachgesteuert werden kann (es gibt noch freie Plätze), nahmen die Vertreter der Parteien erfreut zur Kenntnis. Ausschuss-Vorsitzender Dirk Fröhning (SPD) betonte angesichts der Angebote, dass die Politik mit ihrer Entscheidung für den Neubau im Schöntal wohl richtig gelegen habe.

Karen Haltaufderheide (Grüne) mahnte jedoch an, bei dieser Lösung ein paar Plätze mehr einzuplanen, damit nicht in naher Zukunft dort bereits angebaut werden muss. Die Situation für die unter Dreijährigen werde die Verwaltung in den Planungen mit dem Träger berücksichtigen, versicherte Margot Wiese als Bereichsleiterin Soziales. „Jetzt müssen wir aber erst einmal die Grundlagen schaffen.“

Mit Blick auf die Umsetzung des Kinderbildungsgesetzes und den Rechtsanspruch sowie Besonderheiten für Zuziehende und die aktuell 20 benannten Flüchtlingskinder betonten Verwaltungs-Mitarbeiter, dass bei allen Trägern eine gewisse Flexibilität vorhanden sei. In bestimmten Fällen könne sogar eine Überbelegung erfolgen, damit jedes Kind einen Platz erhalte. „Uns geht fast keiner durch die Maschen“, so Wiese.

Insgesamt gebe es im Stadtgebiet 778 Kita-Plätze. 577 entfallen auf die Drei- bis Sechsjährigen, wobei 549 angefragt wurden (inklusive Warteliste), was einer Auslastungsquote von 96 Prozent unter prognostizierten 598 Kindern im Stadtgebiet entspricht. Im kommenden Kindergartenjahr sollen 171 Plätze für die Jüngeren und 30 in der Kindertagespflege vorgehalten werden, bei 637 unter Dreijährigen liegt die Versorgung bei 31 Prozent (im Vorjahr 34 Prozent, was mit dem Geburtenanstieg begründet wurde).