Erste Etappe zur Sanierung des Stadtsaals abgeschlossen

Die erste Etappe der Sanierung im Stadtsaal ist so gut wie geschafft: Darüber freuen sich (von links) Manfred Sell, Frank Hasenberg, Sascha Köhling von der Lichtburg und Andrea Golüke von der Stadt Wetter
Die erste Etappe der Sanierung im Stadtsaal ist so gut wie geschafft: Darüber freuen sich (von links) Manfred Sell, Frank Hasenberg, Sascha Köhling von der Lichtburg und Andrea Golüke von der Stadt Wetter
Foto: Steffen Gerber
Was wir bereits wissen
  • Seit den Sommerferien fanden keine Veranstaltungen mehr statt
  • Baustellenfest und Trödelmarkt in saniertem Raum
  • Weitere Etappen folgen in 2017 und 2018

Wetter..  Es riecht nach frischer Farbe, Kabel und Werkzeuge liegen herum. Doch die erste von drei Etappen bei der Sanierung des Stadtsaals ist fast abgeschlossen, ab Freitag können in Wetters guter Stube nach monatelanger Pause wieder Veranstaltungen stattfinden.

Eine Woche vor den Sommerferien übernahmen nach einigen Vorarbeiten die Handwerker die Regie im großen Saal mit der Bühne. Nun ist eine neue Entrauchungsanlage installiert, der Brandschutz auf aktuellen Stand gebracht, hinter den Rigipswänden verbergen sich neue Dämmplatten und Schichten. Auch die Decke erhielt einen neuen Anstrich. Ein Raumakustiker setzte zudem ein Schallgutachten auf, nun soll der leichte Nachhall verschwunden und die ohnehin schon gute Akustik noch etwas besser sein. „Ich habe den Eindruck, dass es gut geworden ist“, sagt die Bauleiterin von der Stadt, Andrea Golüke.

Bürgermeister Frank Hasenberg und Bau-Fachbereichsleiter Manfred Sell nicken. „Der Zeitplan war recht eng, aber es hat gut geklappt.“ Vor allem die energetischen Verbesserungen sollen sich auch im Geldbeutel bezahlt machen, so wie es schon vor wenigen Jahren bei der neuen Lüftungsanlage der Fall war.

Finanziell sei bisher alles im Rahmen geblieben: Insgesamt stehen 300 000 Euro zur Verfügung. Nach Vorarbeiten für rund 11 000 Euro und der ersten Etappe mit ca. 109 000 Euro kommen jeweils 80 000 Euro in 2017 (Dachsanierung, neue Fassade am Stuhllager) und 2018 (neuer Boden und neue Toiletten) hinzu. „Die Maßnahmen bauen aufeinander auf. Im nächsten Jahr muss der Stadtsaal nicht geschlossen werden, während der Umwandlung des Kaltdaches in ein Warmdach können Veranstaltungen stattfinden.“ Natürlich wäre schon jetzt die WC-Sanierung wünschenswert gewesen, aber es gehe nun einmal nicht alles auf einmal.

Lichtburg-Büro schließt

Das weiß auch die Lichtburg, die den Stadtsaal betreibt. „Ich finde es ein gutes Zeichen, dass sich sowohl die Stadt als auch das Kulturzentrum hier engagieren“, meint Hasenberg. Während die Verwaltung nach vorhergehenden Beschlüssen der Politik das Gesamtpaket schultert und auf der Zielgeraden noch einen Reinigungstrupp durch den Stadtsaal schickt, bringen sich auch die Kulturschaffenden ein. Vorstandsvorsitzender Ekkehard Meinecke berichtet erfreut vom ehrenamtlichen Engagement einiger Vereinsmitglieder und von Firmen-Hilfe: „Manch einer half uns bei der Neugestaltung der Theke im Vorraum, ein anderes Unternehmen stiftete etwas für die Küche, dazu gab es Fliesen zum Nulltarif für uns, sogar das Verlegen wurde uns abgenommen.“ Und: 4000 Euro für weitere Maßnahmen seien übrig geblieben.

Lichtburg-Leute legen Hand an

Entsprechend zufrieden führt Sascha Köhling, bei der Lichtburg für die Stadtsaal-Verwaltung sowie Licht- und Tontechnik zuständig, durch den Nebenraum. Hier wurden Stühle, Bänke und Tische überarbeitet, auch nebenan in der Küche ist einiges neu. „Wir werden mit mehr als einem Dutzend Leute in den nächsten Tagen noch alles herrichten.“ Etwas Zeit bis zum Trödelmarkt am Sonntag bleibt ja noch.

Wer sich den renovierten Stadtsaal von innen anschauen möchte, ist am Freitag, 21. Oktober, in der Kaiserstraße 120 willkommen. Die Lichtburg als Betreiber lädt dann ab 18 Uhr zum Baustellenfest ein.

Das Kulturzentrum bietet allen Interessierten eine Begehung an, informiert über die bisher vorgenommenen Sanierungsarbeiten vor allem mit vielen Fotos und stellt die weiteren Maßnahmen in den folgenden zwei Jahren vor. Zudem möchte sich der Verein bei allen ehrenamtlichen Unterstützern und Förderern bedanken. Vorsitzender Ekkehard Meinecke und Lichtburg-Geschäftsführer Christian Müller-Espey wollen locker durch den Abend führen. Musikschüler und Lehrer sorgen für ein kleines Rahmenprogramm.

Den Abend will das Kulturzentrum auch zum Anlass nehmen, um an den im Mai 2016 verstorbenen Werner Laberenz zu erinnern. Der frühere Bürgermeister von Wetter war nicht nur Mitbegründer der Lichtburg, sondern auch über viele Jahre im Vorstand aktiv.