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Erinnerungen an Zeit des Schreckens

28.11.2008 | 16:57 Uhr

Wetter. Weil das Informationsangebot der Freien Arbeitsgruppe Johanna-Helenenheim über die Schreckenszeit der fünfziger und sechziger Jahre so umfassend geworden ist, gibt es jetzt eine Zusammenfassung. ...

... Sie ist gedacht für alle Opfer von damals und Interessierten von heute. "Wir wollen die Aufarbeitung der Grausamkeiten und Verbrechen an behinderten Kindern zwischen 1947 und 1969 in den damaligen Orthopädischen Heil-, Lehr- und Pflegeanstalten Volmarstein nicht mehr allein der Evangelischen Stiftung Volmarstein (ESV) überlassen", so die Freie Arbeitsgruppe nach der Volmarsteiner Erklärung im Juni 2006. Darum hat sie im Herbst 2007 eine Homepage eingerichtet. Gruppensprecher Helmut Jacob: "Diese Homepage, ausgedruckt etwa 400 Seiten, hat einen solchen Umfang angenommen, dass es schwer wird, sich in ihr zurechtzufinden." Viele ehemalige Mitschüler haben kein Internet und darum auch nur geringe Vorstellungen über die Tätigkeiten der Gruppe.

Im Rahmen eines Weihnachtsrundbriefes soll ihnen eine ausgedruckte Zusammenfassung der Homepage angeboten werden. Jacob weiter: "Diese Zusammenfassung ist aber auch für Behörden und Organisationen leichter zu erfassen. Bisher mussten sich die angeschriebenen Institutionen, zum Beispiel der Petitionsausschuss des Bundestages, durch die Internetseiten kämpfen."

Historikerstudie vor Fertigstellung

Die Arbeitsgruppe erwartet in den nächsten Wochen den Bericht der Historiker Dr. Winkler und Prof. Dr. Schmuhl, deren Auftraggeber die ESV ist. Pressesprecher Dickneite: "Wichtig ist auch, dass die Öffentlichkeit umfangreich über diese Schreckenszeit informiert wird."

Die Arbeitsgruppe steht auch in Kontakt mit dem Versorgungsamt für Westfalen. Jacob: "Wir wollen, dass die Opfer, die besonders zu leiden hatten, Hilfe aus dem Opferentschädigungsgesetzt erhalten, um die letzten Jahre ihres Lebens sorgenfreier gestalten zu können. Dies kann ein kleiner Beitrag der Gesellschaft für das Versagen von Verantwortlichen vor 50 bis 60 Jahren sein."

www.gewalt-im-jhh.de

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