Erfolgsgeschichte für Klimaschutz geht weiter

Wetter/Ennepetal..  Es ist ein kleines Jubiläum. Die Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG) hat in Ennepetal ihre 50. Solarstromanlage als Bürgergemeinschaftsanlage auf einem Dach der Baugenossenschaft „Die Voerder“ in Betrieb genommen. Für den Vorsitzenden der BEG, Rolf Weber, ein weiterer Schritt zu mehr Klimaschutz.

1 50 Anlagen in vier Jahren, das kann sich sehen lassen...

Ja. Mit der neuen Anlage geht eine Erfolgsgeschichte weiter, die vor vier Jahren in Hagen mit der ersten Solarstromanlage auf der Gesamtschule Hagen-Haspe begann. Direkt im Anschluss begann die Kooperation mit der Baugenossenschaft „Die Voerder“. Im März 2012 ging dann die erste gemeinsame Anlage ans Netz. Mittlerweile sind es 15 Anlagen mit einer Kapazität von 367 Kilowatt Peak (kWp) auf den Dächern der Genossenschaft geworden.

2 Wie viel Entlastung bringt eine solche Anlage für die Umwelt?

Die Anlage auf dem Haus Röthelteich 1-5 hat eine Kapazität von 29,75 Kilowatt Peak und produziert ca. 25 300 Kilowatt Strom pro Jahr – genug für sieben Haushalte. Die Umwelt wird bei Ersatz von Braunkohlestrom um etwa 27 800 Kilogramm CO² entlastet. Seit der Gründung der Bürgerenergiegenossenschaft haben die 231 Mitglieder 719 000 Euro eingebracht und damit die 50 Solarstromanlagen bauen können. Insgesamt stehen in Hagen und dem EN-Kreis Anlagen zur Verfügung, die gut 1 220 000 Kilowatt Strom im Jahr erzeugen und damit rechnerisch etwa 350 Haushalte versorgen können.

3 Was sind die nächsten Pläne der BEG?

Wir wollen weiter das Thema Klimaschutz anpacken und unseren Strom ohne schädliche Treibhausgase den heimischen Verbrauchern zu Verfügung stellen. Also bauen wir weitere Anlagen, sofern Dächer zur Verfügung stehen. Zurzeit prüfen wir neben Flächen in Hagen Gebäude der EN-Wohnen in Wetter und auch der HGWG in Herdecke.