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Ender nehmen Wochenmarkt nicht an

14.04.2008 | 19:00 Uhr

Wochenmarkt in Herdecke: Während es donnerstags in der gesamten Fußgängerzone brummt, geht das Treiben samstags in Kirchende mehr und mehr zurück.

„Das Problem ist, dass dieser Markt von den Kunden einfach nicht angenommen wird”, bedauert Herdeckes Marktmeister Christian Suberg. Am Samstag waren es gerade mal fünf Händler, die am Ender Gemeindehaus ihre Waren anboten. Dazwischen herrschte teilweise gähnende Leere. Und wenn keine Kunden mehr kommen, wird es offensichtlich auch für die Händler von Woche zu Woche uninteressanter, ihre Stände aufzubauen.  Den Wochenmarkt in Kirchende gibt es seit einem knappen Jahr. „Anfangs hatten wir in Kirchende einen Spitzenmarkt”, erinnert sich Christian Suberg. Doch schon nach wenigen Wochen ging es bergab. Auch die Wiederbelebungsversuche der Stadt gegen Ende des letzten Jahres - mehr Händler sollten mehr Kunden anziehen - hatten langfristig keinen Erfolg. Warum ist die Fußgängerzone in Herdecke donnerstags immer rappelvoll, warum wird es in Kirchende ständig leerer? „Das liegt wohl an mehreren Komponenten”, so der Marktmeister. „Der Markt in der City hat Atmosphäre und Flair, außerdem gibt es hier einen gesunden Branchenmix.”

 Gespräche mitdem Ender Forum 

 Dennoch will der Marktmeister auch Kirchende nicht aufgeben und nach der Maiwoche einen weiteren Versuch zur Wiederbelebung starten. Gespräche mit dem Ender Forum und weiteren Markthändlern stehen an. Auch Herdeckes Bürgermeister Hans-Werner Koch betonte im WR-Gespräch, an dem Markt auf jeden Fall festhalten zu wollen. „Es wäre schade für die Ender Mitte, wenn es dort keinen Markt mehr geben sollte.” Allerdings, so der Bürgermeister müssen die Ender auch hingehen und das Angebot vor der Haustür nutzen.”  Der Platz vor der Sparkasse könne in den nächsten Wochen wegen Bauarbeiten ohnehin nur eingeschränkt genutzt werden, weil sich das Restaurant vergrößern wollte. Um den Markt wieder zu stärken, plane die Stadt, im Frühjahr eine kleine „Renaissance” einzuleiten.

Thilo Wagner

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