Eine große grüne Oase auf den Herdecker Höhen

Marita Ernst hat sich auf 4000 Quadratmetern in Herdecke ein kleines Paradies geschaffen. Ihre Leidenschaft sind die Buchsbaumkugeln. Aber auch andere Pflanzen bringt sie in Form.
Marita Ernst hat sich auf 4000 Quadratmetern in Herdecke ein kleines Paradies geschaffen. Ihre Leidenschaft sind die Buchsbaumkugeln. Aber auch andere Pflanzen bringt sie in Form.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Marita Ernst hat eine Leidenschaft: Sie bringt Buchsbäume in Form. Die 62-Jährige pflegt auch viele andere Pflanzen in ihrem 4000 Quadratmeter großen Garten.

Herdecke..  Marita und Jürgen Ernst sitzen gern zusammen und schauen fern. Nicht auf der Couch, sondern in ihrem Garten. Das Herdecker Ehepaar genießt umrahmt von rankendem Efeu den Fernblick. „Bis nach Oberbarmen! Diese Aussicht hat uns der Sturm Kyrill beschert, der einige Bäume umgerissen hat“, sagt Marita Ernst und ist froh, dass die jungen Bäume im benachbarten Kleingarten ihr noch nicht die Sicht wieder verstellen. Doch auch wenn das passieren sollte, hätten die Ernsts noch genügend Plätze in ihrem Garten, an denen sich ein Blick lohnt.

Fast 4000 Quadratmeter können sie rund um ihr Haus auf den Herdecker Höhen über dem Krankenhaus genießen. Fast 4000 Quadratmeter müssen allerdings auch gepflegt werden. „Mein Mann ist für den Rasen zuständig“, sagt Marita Ernst. Zwei Stunden dauert ein Schnitt – zum Glück im Sitzen auf einem motorisierten Mäher.

Kugeln und Säulen

Alles was höher als ein Grashalm wächst, wird von der 62-jährigen Pflanzenfreundin gepflegt: Stauden, Rhododendren, Rosen und vor allem jede Menge Buchs- und Lorbeerbäumchen. Die kleinblättrigen Heckenpflanzen haben den Ehrgeiz von Marita Ernst geweckt. Mit kleinen und größeren Kugeln, die natürlich regelmäßige Pflegeschnitte benötigen, hat sie angefangen. „Selbst gezogen, natürlich“, betont sie. Mit den Jahren wurden die Schnitte kreativer, die Hecken größer. Dort, wo sich Hund Snoopy hinter einem Zaun auch alleine tummeln kann, fasst eine Hecke einen lauschigen Sitzplatz ein. Blickdicht und windgeschützt. Und der Wind pfeift auf der Höhe ziemlich häufig.

Angefangen hat Marita Ernst mit einem ganz gewöhnlichen Garten hinter dem Haus, wie ihn viele besitzen. Doch nach und nach ist immer ein weiteres Stücke der alten Obstbaumwiese dazu gekommen, die sich Richtung Tal erstreckt. Und weil es mit Blumen und Büschen noch nicht reicht, gibt es auch noch einen kleinen Bauerngarten, in dem sich Bohnen gegen die Trockenheit wehren, Rhabarber und Erdbeeren auf die Ernte warten und Salbei, Bärlauch und Knoblauch für die Küche bereitstehen. Hier nimmt Marita Ernst vor allem für die jungen Pflanzen immer wieder die Gießkanne in die Hand. „Der übrige Garten muss es weitgehend so schaffen, vor allem die Rasenflächen sind zu groß, um sie auch noch zu wässern.“

Stauden, Bodendecker und Rindenmulch sorgen dafür, dass der Boden nicht zu sehr austrocknet und sich ungeliebtes Kraut nicht zu weit ausbreitet. „Sonst wäre das gar nicht zu schaffen“, sagt die 62-Jährige, die trotz solch vorausschauender Bepflanzung beinahe jeden Tag an der einen oder anderen Ecke zupft und schneidet. Vor allem bei den Buchsen. „Das ist wie der Gang zum Friseur“, sagt Marita Ernst. „Zwei bis drei Mal im Jahr muss man schneiden, damit sie die Form behalten.“


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