Eine Basis für mehr Miteinander

Die erste Stellvertreterin des Bürgermeisters rügt den zweiten Stellvertreter des Bürgermeisters, weil der den hauptamtlichen Bürgermeister öffentlich kritisiert hat. Was ist nur los in Wetter im Rat und an seiner Spitze?


Ein Streit vor Gericht hat sich zunehmend über das normale politische Geschäft gelegt. Der Bürgermeister hat Monate gebraucht, Inge Holland und Gerd Michaelis wieder als gemeinsame Fraktion zu sehen. Und diese „Bürger für Wetter“ waren schließlich auf Rechthaberei aus.


Das Urteil hat keine Seite zu einem echten Gewinner gemacht. Und es hätte längst nicht so hohe Wellen geschlagen, wäre die Stadt beim Verhandlungstermin vor Ort gewesen und hätte sie den Rat vorher wissen lassen, dass diese wichtige Verhandlung so unmittelbar bevorsteht. Das Geplänkel um ein Zeitungs-Abo für alle Ratsmitglieder hat deutlich gemacht: Die Parteien neben der SPD wünschen sich mehr Infos aus dem Rathaus.


Der Bürgermeister hat darauf reagiert und sich lernwillig gezeigt. Und die Ankündigung, auf eine Berufung in dem Gerichtsstreit zu verzichten, war sein längst fälliger Beitrag für einen neuen Versuch, im Rat wieder mehr Politik ­mit­einander zu machen.