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Katholische Kirche

Ein ganzes Frauen-Team leitet die KFD-Ortsgruppe Wetter

28.03.2016 | 17:00 Uhr
Ein ganzes Frauen-Team leitet die KFD-Ortsgruppe Wetter
Das erste Vorstandsteam der Katholischen Frauen Deutschlands in Wetter: Gabriele Visarius, Susanne Voelger-Remmo, Monika Hannika, Birgit Wolff, Simone Lüning und Gabriele Folland (von links). Es fehlen Caroline Balla und Cecilia Bock.Foto: Elisabeth Semme

Wetter.   Zeitgemäß und katholisch: Acht gleichberechtigte Frauen führen die KFD-Ortsgruppe in Wetter. Die Gruppe der Gemeinde St. Peter und Paul ist 100 Jahre alt

Verstaubt – nein. Katholisch – ja. So sehen sich die Frauen vom Vorstand der KFD Wetter. Erstmals in der 100-jährigen Geschichte dieser Gruppe innerhalb der Gemeinde St. Peter und Paul Alt-Wetter hat der Vorstand nämlich keine Vorsitzende mehr, sondern wird von einem gleichberechtigten achtköpfigen Team geleitet. „Das ist machbar und zunächst eine Versuchsreihe für zwei Jahre“, sagt Susanne Völger-Remmo. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen steht sie Rede und Antwort über ihr Selbstverständnis als Gemeindegruppe, die sich zuletzt deutlich verjüngt hat.

Beziehungen sind gewachsen

Kennengelernt haben sich die Frauen zumeist im Abendkreis der KFD, der jeden dritten Mittwoch im Monat zusammenkommt und vor mehr als zehn Jahren extra für Berufstätige ins Leben gerufen wurde. Einige kennen sich schon länger – durch die Kinder, die denselben Kindergarten besuchten. Gabriele Visarius knüpfte erst später, durch die Kommunion ihrer Kinder, Kontakt zu den KFD-Frauen: „Seitdem sind die Beziehungen zu den anderen gewachsen.“

Auch Simone Lüning (48) kam auf anderem Weg dazu: Ihre Schwester Susanne Völger-Remmo holte sie zur KFD St. Peter und Paul, obwohl ihre Heimatgemeinde in Herdecke ist. „Aber“, so beteuert sie, „der Kontakt ist gut. Wir tauschen unsere Programme aus, so dass jeder über die Aktivitäten des anderen Bescheid weiß.“

Gemeinschaft für die Zukunft

Zurück zum Abendkreis. „Nach der Messe beschäftigen wir uns mit verschiedenen Themen, hören Vorträge, laden Referenten wie den Buchhändler Günter Draht ein oder kochen gemeinsam. Hin und wieder unternehmen wir am Wochenende etwas, gehen Frühstücken, fahren nach Köln oder Düsseldorf“, sagt Susanne Völger-Remmo. „Letztes Jahr haben wir an einer Wallfahrt ins Dortmunder Stadion teilgenommen. Die Gruppen sind sternförmig gelaufen, wir sind in Stockum gestartet“, erinnert sich Gabriele Folland.

„Zuletzt kamen zum Abendkreis immer mehr jüngere Frauen. Er ist so etwas wie ein Treffpunkt geworden. Unsere Unternehmungen dienen der Förderung der Gemeinschaft und orientieren sich besonders an der Zukunft“, sagt Monika Hannika. „Denn man fängt als jüngerer Mensch an, Freundschaften zu schließen. Die Kontakte, die man jetzt knüpft, können langsam wachsen. Wenn man erst mit 80 in die KFD geht, wird es schwer.“

Ganz wichtig ist den jungen Vorstands-Frauen im Alter zwischen 42 und 60 Jahren übrigens der Kontakt zu den älteren KFD-Damen. „Die treffen sich jeden ersten Montag im Monat am Nachmittag zum Kaffeetrinken, zu Vorträgen, Modenschauen oder Bootsfahrten. Wir stoßen gerne dazu, wenn wir das zeitlich schaffen, um präsent zu sein. Das gilt auch für die Messe und das KFD-Frühstück am letzten Donnerstag im Monat. Die älteren Frauen freuen sich immer auf diese festen Termine. Es gibt in deren Reihen noch sehr aktive Damen, die sich um das Frühstück kümmern. Und auch ihren Montagskreis organisieren sie noch selbst“, erzählt Susanne Völger-Remmo.

Aus den Reihen der Älteren stammte auch die letzte KFD-Vorsitzende Marianne Lohkamp, die kürzlich nach acht Jahren von ihrem Amt zurücktrat. „Uns allen war sofort klar, dass einer von uns als Einzelperson das nicht schaffen würde“, sagt Gabriele Visarius (54). Da entstand die Idee, die Aufgabe als Team zu stemmen. „Wir müssen erstmal da ‘reinwachsen und uns ein bisschen finden. Die Aufgaben sind inzwischen grob verteilt“, sagt Birgit Wolff. „Jeder hat seine Stärken. Während die eine gut mit dem PC umgehen kann, kann die andere besser Organisieren oder Schreiben“, ergänzt Monika Hannika. Eine eigene Whats-App-Gruppe erleichtert die Kommunikation unter der Woche. „Ja“, sagt Birgit Wolf und schmunzelt, „wir sind zeitgemäß und trotzdem katholisch.“

Zwar stünden viele Aktiviäten auf dem Plan, die nichts mit Kirche zu tun haben, und auch Frauen anderer Konfessionen seien willkommen. „Weil wir weltoffen sind und auch über kritische Themen reden. Dafür ist die Gemeinschaft hier ein guter Ort“, sagt Monika Hannika. Dennoch spiele das Christliche eine große Rolle – getragen von der Idee, für andere da zu sein. „Sonst wären wir ein Stammtisch.“

Elisabeth Semme

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2016-03-28 17:00
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