Ein „Danke“ für den Verlust

Osterfeuer..  Es gibt in unseren Kirchen das Danke-Lied, das vielen sicher bekannt ist. In diesem Sinne können wir unserer Stadtverwaltung in Wetter doch auch danken. Die Lokalredaktion hat in einem wunderbaren Bericht über das Nachbarschaftsfeuer in Grundschöttel berichtet. Zufriedene Besucher, schöne Gespräche, spielende Kinder, alte Geschichten wurden erzählt. Von 150 Osterfeuern 2014 waren das eben zwölf Osterfeuer 2015, die nach dem Bericht super waren.


DANKE von den 138 Nachbarschaften, die keine Tradition pflegen durften.


DANKE von den Wetteranern, die in den Nachbarstädten die Tradition pflegen durften.


DANKE von den Fernsehanstalten,
die höhere Einschaltquoten hatten.


DANKE von den Handy- und Smartphone-Besitzern, die nicht so viele
Fotos posten mussten.


DANKE von den Kindern, die nicht lernen durften, wie man mit richtigem Feuer umgeht.


DANKE von den Kindern, die kein Stockbrot essen mussten.


DANKE von der Natur, der es nämlich egal ist, ob das CO2 durch Verbrennen oder durch Verfaulen ausgestoßen wird.


DANKE vom Holzkrebs an den Bäumen, der nicht verbrannt wurde.


DANKE vass die Stadt viele Nachbarn davor bewahrt hat, sich eventuell nett zu finden.


DANKE vass Sie wissen, was wir nötig haben und uns auf den rechten Weg bringen.
DANKE vass Sie uns entmündigen. Wir sind ja so hilflos und unselbstständig. Dieses gab es schon vor mehr als 25 Jahren 500 Kilomeeter weiter östlich.


DANKE dass es demnächst nur noch alte Geschichten von Osterfeuern gibt.


DANKE dass ich das Erlebnis haben durfte mit einem Osterfeuer 2015. Das war auch so schön wie in der Zeitung beschrieben. Dabei sind mir diese Dank-Sagung-Gedanken gekommen.


Als Gedanke: Wir Christen haben großes Glück gehabt. Aus Wetter hätte sich das Christentum gar nicht ausbreiten können. Für Judas und Petrus hätte es gar kein Feuer gegeben, an dem sie Jesus verraten konnten. Es gab damals noch keinen Verein.
Anton Müller
Wetter