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Ehrenamtliche pflegen Schwerstkranke

04.02.2008 | 18:44 Uhr

Herdecke. Das Dörthe-Krause-Institut am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke hat mit der Ausbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die in Zukunft Schwerstkranke und Sterbende versorgen und betreuen werden, begonnen.

Marly Joosten ist von ambulanter Seite für das Projekt "Palliativ-Care und Sterbekultur" zuständig, das für Herdecke und Wetter für alle Schwerstkranken und Sterbenden zu Hause ambulant, in den Pflegeheimen und im Gemeinschaftskrankenhaus eine optimale Versorgung in der letzten Lebensphase anstrebt. Marly Joosten ist Gründerin der Abteilung Pflegeüberleitung am Gemeinschaftskrankenhaus.

"Wir stehen mitten in der Aufbauphase mit diesem Projekt", so die gebürtige Holländerin. "Ziel ist, dass für die Versorgung dieser Patienten im medizinischen und pflegerischen Bereich neue Kooperationen entstehen, in denen verschiedene nachstationäre Institutionen und das Gemeinschaftskrankenhaus Partner sind."

Für die Ausbildung haben sich 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet. "Der Kurs umfasst insgesamt 100 Stunden, in denen diese ehrenamtlich Tätigen für die Pflege vorbereitet werden", erklärt Gabriele Weber, Leiterin des Dörthe-Krause-Instituts. Sie wird den Unterricht gestalten. "Die Teilnehmer sind als ehrenamtlichen Hospizhelfer überall dort tätig, wo in der ambulanten Pflege, in den Pflegeheimen und in der Klinik Menschen unheilbar krank sind und sterben. Diese Aufgabe ist nicht leicht. In der Ausbildung geben wir entsprechend praktische Unterweisung in der Pflege, aber auch Hilfen im Umgang mit den Patienten."

Alle Teilnehmer verfügen über berufliche und auch ehrenamtliche Erfahrung. Zusammen mit Ingrid Kieber, Geschäftsführerin der Familien- und Krankenpflege Herdecke und Wetter e.V., hat Marly Joosten die Gruppe zusammengestellt: "Mit jedem Einzelnen haben wir trotzdem ein persönliches Gespräch geführt, um abzuspüren, ob er beziehungswiese sie für diese Aufgabe auch geeignet ist, ob die physischen Kräfte reichen und die seelische Belastung ertragen werden kann. Aber alle sind geeignet und hoch motiviert", ist Marly Joosten überzeugt.

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