Düstere Krimis in Bierstadt und am Mordsschnellweg
25.09.2009 | 17:51 Uhr 2009-09-25T17:51:00+0200Ein Bürgermeister, eine kokainsüchtige Mitarbeiterin, verschwundenes Geld in Millionenhöhe. Was sich in Gabriella Wollenhaupts Fantasie-Metropole Bierstadt abspielt, ist der Stoff, aus dem Krimis gemacht werden.
Am Donnerstag gab die Autorin in der Lichtburg einen Einblick in die düstere Welt ihrer Bücher – die oft näher an der Realität liegt, als es scheint. Die Parallelen zum wahren Leben in Dortmund sind unverkennbar. „Das sind Sachen, die sich ein Schriftsteller nicht entgehen lassen kann”, sagt Wollenhaupt. In ihrem neuesten Roman, „Grappas Gespür für Schnee”, geht Journalistin Maria Grappa den Machenschaften im Bierstädter Rathaus auf den Grund. Seit 1993 hat sie es in Wollenhaupts Büchern mit den dunklen Seiten von Politik, Macht, Sex und Drogen zu tun.
Eine wütende Brunhilde kennt keine Verwandten
Diese offenbaren sich ebenso in Reinhard Junges Krimi-Geschichten. Unter dem Titel „Mordsschnellweg” wurden einige davon jetzt neu aufgelegt. Einige neue sind hinzugekommen. Für das Lichtburg-Publikum hatte Reinhard Junge eine alte Bekannte parat: Brunhilde, die Hauptfigur aus der 1992 erschienenen Story „Good bye, Brunhilde”. „Wenn sie wütend ist, kennt sie keine Verwandten”, deutete der Lehrer und Schriftsteller an, dass die Geschichte nicht friedlich ausgeht.
Für Abwechslung zwischen den Geschichten sorgten Erasmus Wegmann (Saxophon) und Achim Rekowski (Gitarre), die Jazz- und Blues-Stücke zum Besten gaben – den idealen Soundtrack für jeden Ruhrpott-Krimi.
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