Dürftige Resonanz auf Schul-Fragebögen
20.01.2009 | 17:39 Uhr 2009-01-20T17:39:43+0100Wetter. (sfr) Gewaltig war die Resonanz bei Veranstaltungen, in denen das Schulgutachten für Wetter Thema war. Nicht ganz so gewaltig dagegen ist bislang der Rücklauf der entsprechenden Fragebögen. ...
... "Wir würden uns wünschen, dass noch möglichst viele Eltern die Möglichkeit nutzen, den Prozess mitzugestalten", sagt Pressesprecher Kay Obergfell.
Dabei muss man allerdings zwischen zwei Gruppen unterscheiden. Die Eltern der Kinder, die derzeit den Kindergarten besuchen und zur Grundschul-Wahl befragt werden, schicken fleißig die Bögen zurück. "Da haben wir eine Resonanz von rund 60 Prozent. Das ist durchaus zufrieden stellend", so Fachbereichsleiter Dr. Dietrich Thier. Anders ist das Bild bei den Eltern, deren Kinder bereits die Grundschule besuchen. Sie werden nach Kriterien zur Wahl der weiterführenden Schule befragt. "Leider hat nur jeder Vierte den Bogen auch ausgefüllt", so Dietrich Thier. "Ich wünschte mir hier deutlich mehr Resonanz. Aber es scheint, dass das Thema der weiterführenden Schulen die Eltern nicht so mobilisiert wie die Grundschulwahl."
Dabei sind auch hier wichtige Weichenstellungen für Wetter zu treffen - gerade in Hinsicht auf die Zukunft von Realschule und Hauptschule, die sinkende Schülerzahlen verzeichnen. Stichtag für die Abgabe ist der kommende Freitag. Nicht jede Frage des Bogens wird von den Eltern auch als sinnvoll beurteilt. "Dass ich ankreuzen muss, ob mir ein gefahrloser Schulweg für meine Kinder wichtig ist, finde ich merkwürdig. Das wird doch jedes Elternteil wichtig finden", kritisiert eine Mutter. Ulrich Maaßen, der auch einen Fragebogen erhalten hat, findet die Kriterien an manchen Stellen ungenau: "Die Grundschule Esborn zum Beispiel bietet mit dem Programm 13Plus auch ein Nachmittagsangebot an. Das fällt im Bogen aber nicht in die Kategorie Offener Ganztag und wird wohl somit nicht erfasst." Einzelne Kritikpunkte sind für ihn aber kein Grund, den Fragebogen in den Papierkorb zu werfen: "Wer nicht mitmacht, kann sich nachher nicht beschweren."
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