"Dürfen uns nicht ausspielen lassen"
18.02.2010 | 15:46 Uhr 2010-02-18T15:46:00+0100Einige Politiker sind am Aschermittwoch unterhaltsamer als Karnevalisten am Rosenmontag. Zu ihnen gehört sicherlich Andreas Krautscheid, NRW-Europa-Minister, der bei der Kreis-CDU in Herdecke im Zweibrücker Hof zu Gast war.
„Wir sind nicht die Partei der FDP-Wähler, die ab und zu einmal in die Kirche gehen”, spielte der Rheinländer auf die Unterschiede zum Koalitionspartner in Berlin und Düsseldorf an. „Die Bionade-FDP” sind für ihn die Grünen.
Linkes Programm
„zum Gruseln”
„Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd”, kommentierte der Minister die Reaktion auf unpopuläre Kürzungen in öffentlichen Haushalten wegen der Finanzkrise. „Wenn sie sich gruseln wollen und keine Kirmes in der Nähe ist, lesen sie das Parteiprogramm der Linken. Die reinste Geisterbahn”, malte er die in seinen Augen gefährliche Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition nach den nächsten Landtagswahlen an die Wand. Mit Krautscheid und Ralf Brauksiepe - Kreisvorsitzender der CDU und Staatssekretär in Berlin - saßen in Herdecke zwei prominente Vertreter von Bund und Land an einem Tisch. Zwischen den beiden schwarz-gelben Regierungen gab es in den vergangenen Wochen nicht nur freundliche Töne. Deshalb mahnte Brauksiepe eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an: „Wir dürfen uns nicht von der SPD gegeneinander ausspielen lassen.”
Die Aussage bezog sich natürlich auf die bevorstehenden Landtagswahlen in NRW, deren bundespolitisches Gewicht auch Minister Krautscheid betonte: „Wenn NRW kippt, hat die Bundesregierung im Bundesrat keine Mehrheit mehr.” Das sei ein „schwerer Schaden”. Der Gast aus Düsseldorf wies auf die Erfolge der Landesregierung hin. Mehr Lehrer seien eingestellt worden: „Kein Kind darf verloren gehen.” Ohne die Wirtschaftskrise hätte es einen ausgeglichenen Haushalt gegeben. Deutlich weniger Menschen als in rot-grünen Zeiten seien arbeitslos. Mit einem „unfairen” Wahlkampf rechnet Ulrich Oberste-Padberg, der in Herdecke und Wetter für die CDU bei den Landtagswahlen als Kandidat antritt. „Die angeschossene Sau ist die gefährlichste”, kommentierte der Politiker die Situation der SPD.
17:07
#2 Herr Brunnenmann, ich glaube hier irren Sie sich ich glaube nicht, dass der, der löblicherweise für den Ender Brunnen gespendet hat auch der CDU-Schatzmeister ist.
12:12
naja, kanner ja wieder nen brunnen spenden, um sich ein gutes gewissen zu verschaffen...
07:38
Zu beachten: Im Bild rechts, der Kreisschatzmeister, der sein Beitragsschätzchen van Dinther weiterhin schützt. Als Dank darf man mal mit dem Staatssekretär aufs gemeinsame Bild.