Drogensüchtiger als Ladendieb aktiv

Ein Drogensüchtiger aus Herdecke musste sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.
Ein Drogensüchtiger aus Herdecke musste sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Weil der seine Drogensucht finanzieren wollte, wurde ein Herdecker zum Ladendieb. Nun musste sich der 36-Jährige vor Gericht verantworten.

Herdecke/Wetter..  Obwohl ihm ein Freiheitsentzug drohte, setzte ein Herdecker (36) sein Glück aufs Spiel und beging gleich eine ganze Serie von Ladendiebstählen. Vor dem Amtsgericht Wetter musste er sich dafür jetzt verantworten.

Die Drogensucht ist seit Jahren ständiger Begleiter des Herdeckers und sorgte in der Vergangenheit regelmäßig dafür, dass er mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Zahllose Einträge wegen Diebstählen und Drogendelikten füllten sein Strafregister, schon länger drohte der Widerruf mehrerer Bewährungen. Dennoch waren die Sucht und der Druck, an Geld für den nächsten Schuss zu kommen, stärker. Binnen einer Woche im August suchte er einen hiesigen Supermarkt gleich drei Mal auf und ließ jedes Mal mehrere Flaschen Whisky mitgehen, die er verkaufen wollte. Zuletzt wurde er gefasst, die Auswertung der Videoüberwachung überführte ihn auch in den beiden ersten Fällen. Vor dem Amtsgericht brachte es der 36-Jährige jetzt mit einem einzigen Satz auf den Punkt: „Ja, Scheiße gebaut.“ Allerdings gab sein Wunsch, seiner Sucht nunmehr Einhalt zu gebieten, Anlass zur Hoffnung.

Bislang habe er nie eine Therapie gemacht, nun wolle er das jedoch gerne versuchen. Überhaupt sei er mittlerweile verlobt und werde bald Vater.

Acht Monate Haft

Sein Geständnis und die Suchtproblematik wirkten sich letztlich zu Gunsten des Herdeckers aus. Gegen ihn sprachen seine zahlreichen einschlägigen Vorstrafen und die Rückfallgeschwindigkeit.

Das Gericht verurteilte ihn zu acht Monaten Haft ohne Bewährung. Damit steht nun auch der Widerruf der alten Bewährungen an – insgesamt etwa eineinhalb Jahre Gefängnis. Allerdings könnte er die Zeit auch nutzen, besagte Therapie anzutreten, um „clean“ zu werden. Richter Heinz-Dieter Beckmann trug ihm auf: „Sie müssen aus der Nummer raus. Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute.“