DRK-Ehrenamtler heute im Flüchtlings-Einsatz

Herdecke/Ennepe-Ruhr..  Rotkreuzler helfen Flüchtlingen: Insgesamt 33 Helfer, die sich beim Deutschen Roten Kreuz freiwillig im Sanitäts- und Betreuungsdienst engagieren, brechen am heutigen Samstagmorgen zu einem 24-stündigen Einsatz nach Hagen auf. Die Ehrenamtlichen aus Herdecke, Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Witten werden dort Einsatzkräfte des Hagener DRK ablösen und die Versorgung von bis zu 300 Asylsuchenden in einer neu eingerichteten Notunterkunft übernehmen.

„Für uns wird es neben der Versorgung der Menschen mit mehreren Mahlzeiten, Gegenständen des täglichen Bedarfs, Kleidung und Hygieneartikeln sowie der Sicherstellung des Sanitätsdienstes vor allem um die soziale Betreuung von Kindern und Familien und die Förderung von Austausch und Begeg-nung in der neu eröffneten Einrichtung gehen“, erklärt Tanja Knopp, die als Kreis-Rotkreuz-Leiterin die Hilfe hier koordiniert. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte im EN-Kreis Unterstützung angefordert.

Zugführer aus Witten

Der Wittener Rettungsassistent Marcus Richter wird als Zugführer diese Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes, in der DRK-Helfer aus Witten und dem EN-Kreisverbands zusammenkommen, leiten: „Wir erwarten einen durchaus vielseitigen Einsatz und gehen davon aus, unsere Erfahrungen aus den verschiedenen Einsätzen der vergangenen Monate in den Not- und Erstaufnahmeeinrichtungen in Bochum, Burbach, Olpe und Stukenbrock zum Wohle der asylsuchenden Männer, Frauen und Kinder einbringen zu können.“

Durch diese neuerliche Herausforderung könne man das erlernte Wissen und die trainierten Fähigkeiten wieder neu motiviert einbringen.

Würdige Bedingungen schaffen

Die Helfer der „DRK-Einsatzeinheit NRW BRA 04“ engagieren sich fast alle bereits seit mehreren Jahren ehrenamtlich im Katastrophenschutz: „Besonderer Dank gilt neben unseren engagierten Helferinnen und Helfern auch ihren Arbeitgebern, denn ohne die regelmäßigen Freistellungen zu Einsätzen dieser Art wäre unsere Rotkreuzarbeit in diesem Umfang nicht möglich“, so Knopp weiter. Das Deutsche Rote Kreuz stellt drei der fünf Einsatzeinheiten im Ennepe-Ruhr-Kreis 365 Tage im Jahr bereit und ist nach eigener Darstellung in der Lage, „durch unser komplexes Hilfeleistungssystem die gesamten Ressourcen und Potentiale unseres Verbandes in die Flüchtlingshilfe einzubringen, in dem ehren- und hauptamtliche Rotkreuzler mit Behörden und anderen Organisationen Hand in Hand zusammenarbeiten und für die Menschen würdige Bedingungen schaffen und großartige, freiwillige Hilfe nach dem Maß der Not leisten“, meint der Herdecker Sascha Rolf Lüder, Rotkreuz-Beauftragter für den EN-Kreis.