Drei Parteien stehen hinter Katja Strauss-Köster

Die amtierende Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster mit Heinz Rohleder (CDU), Peter Gerigk (Grüne) und Jochen Plaßmann (FDP, von links).
Die amtierende Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster mit Heinz Rohleder (CDU), Peter Gerigk (Grüne) und Jochen Plaßmann (FDP, von links).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Im Herbst wird gewählt. CDU, FDP und Grüne machen Wahlkampf für die amtierende Bürgermeisterin

Herdecke..  Vor sechs Jahren war es die Vorstufe für die Ratskoalition von CDU, Grünen und FDP. Jetzt haben sich die drei Parteien erneut für Katja Strauss-Köster als Bürgermeisterin ausgesprochen. Die Koalition im Rat gibt es zwar nicht mehr, dafür aber eine große Einigkeit, dass die Amtsinhaberin der beste Garant für die Fortführung der Projekte ist, die CDU, Grüne und FDP angestoßen haben.

2009 war Katja Strauss-Köster mit überwältigender Mehrheit erstmals zur Bürgermeisterin gewählt worden. Im Rat hatte bis zur Kommunalwahl im vorigen Jahr eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP die klare Mehrheit. „Wir haben den Stillstand beendet, der seit vielen Jahren herrschte“, zieht CDU-Fraktionschef Heinz Rohleder Bilanz. Auch Peter Gerigk (Grüne) zeigt sich stolz. „Auf dem Westfalia-Gelände standen damals nur Ruinen, und der Bahnhof war ein Dreckloch“, blickt Gerigk zurück. Und Jochen Plaßmann (FDP) stellt fest: „In Herdecke hat sich etwas gedreht“. Wesentlichen Verdienst daran hat aus Sicht der drei Parteien die Bürgermeisterin.

„Die sechs Jahre waren nicht immer ganz einfach“, erinnert sich Strauss-Köster an eine erste Amtszeit, „die nicht zum Geschenke machen geeignet war“. Die Rahmenbedingungen hätten es immer schwerer gemacht, die Enden beim städtischen Haushalt zusammenzubringen. Und trotz eines spürbaren Personalabbaus im Rathaus sei viel von der Ersparnis gleich wieder von Tariferhöhungen aufgezehrt worden. Dennoch sei vor allem am Ruhrufer viel passiert: „Wir haben die Stadt an den Fluss gebracht“, sagt die Bürgermeisterin zurückblickend und zugleich vorausschauend. Gerade erst entstehen die ersten Wohnungen auf der ehemaligen Westfalia-Fläche.

„Es gibt noch viel zu tun“, sagt die Bürgermeisterin und nennt beispielhaft die Nutzung der früheren Vinkenbergschule und die Vermarktung der Ex-Schule im Dorf.

Parteilosigkeit als Pluspunkt

Auch wenn es keine erklärte Koalition von CDU, Grünen und FDP mehr gibt, haben die drei Parteien doch wieder damit angefangen, Sitzungen gemeinsam vorzubereiten. Eine Ratsmehrheit für die Bürgermeisterin ist damit aber nicht verbunden, seit sich von den Grünen im Rat die Fraktion „H plus“ abgespalten hat. Gerade weil sie parteilos ist, hält sich Katja Strauss-Köster für besonders geeignet, Mehrheiten im Rat über Parteigrenzen hinweg zu organisieren.

Für CDU und FDP war es keine Frage, dass Strauss-Köster „sachlich und fachlich qualifiziert“ (Heinz Rohleder) ihr Amt fortführen soll. Die Grünen haben immerhin das Gespräch mit SPD-Kandidat Jan Schaberick geführt, sehen aber bei Strauss-Köster mehr Chancen, den ökologischen Umbau der Stadt fortzusetzen.