Dorfplätzchen und Penny-Markt sollen Wengern beleben

Thomas Jungkunst als Eigentümer der Penny-Immobilie, Christian Becke von der Sparkasse, Bürgermeister Frank Hasenberg und
Thomas Jungkunst als Eigentümer der Penny-Immobilie, Christian Becke von der Sparkasse, Bürgermeister Frank Hasenberg und
Was wir bereits wissen
Gemeinsam gestalteten die Stadt Wetter, Sparkasse und der Immobilien-Eigentümer das neue Dorfplätzchen in Wengern. Am Montag öffnet der Penny-Markt.

Wengern..  Das Vorspiel lockte schon einige Wengeraner an, am kommenden Montag geht es dann richtig los: Mit der offiziellen Einweihung des neu gestalteten Dorfplätzchens soll wieder mehr Leben in den Stadtteil kommen. Und wenn am 11. Mai um 7 Uhr der Penny-Supermarkt in dem ehemaligen Edeka-Gebäude öffnet, können sich Erwachsene nach dem Einkauf auf Bänken entspannen oder Kindern auf dem Spielgerät zuschauen.

Margit Kaiser und Ruth Knipscheer nahmen gestern schon mal Platz unter dem am Abend beleuchteten Baum, sie ließen auf einer neuen Bank die Beine baumeln und sagten: „Wir sind froh über die Sitzgelegenheiten hier, das nutzen wir zum Quatschen.“ 80 000 Euro hat die Umgestaltung gekostet, die sich die drei Beteiligten (Stadt Wetter, Sparkasse, Miriam und Thomas Jungkunst als Eigentümer der Penny-Immobilie) ebenso teilen wie sie die Planungen gemeinsam voran getrieben haben.

Schnelle Umsetzung

„Wir sind dankbar für die Unterstützung, daher konnten wir es schnell umsetzen“, so Bürgermeister Frank Hasenberg, der an den vorigen Zustand mit Müll, wuchernden Büschen und die gesprengte Telefonzelle erinnerte. Auch die Mitstreiter waren voll des Lobes ob der guten Zusammenarbeit, die Architekt Oliver Garthe ab Anfang März nach der Initiative der SPD Wengern und der Stadt umsetzen konnte. Zumal alle Beteiligten ihren Beitrag leisteten. Die Eigentümer des Supermarkts-Grundstücks verzichteten etwa auf zwei Stellflächen, wobei nun noch 32 Parkplätze zur Verfügung stehen.

Die Stadtsparkasse als Inhaberin des benachbarten Hauses konnte die Platzarbeiten mit der noch nicht abgeschlossene Sanierung ihres Gebäudes kombinieren. Das Geldinstitut verzichtete zugunsten des 180 Quadratmeter großen Plätzchens ebenfalls auf etwas Grundstücksfläche und ließ ehemalige Grünflächen am Gehweg pflastern. Bis Ende Mai soll auch der Bauzaun neben dem Supermarkt verschwinden, bis dahin geht die Sanierung der Eingänge und Zuwege des Sparkassen-Gebäudes mit der Filiale und den Mietwohnungen weiter. „Wir trennen zudem das Brauch- vom Regenwasser, damit wir beim nächsten Elbschehochwasser nicht wieder einen voll gelaufenen Tresor haben“, so Vorstand Christian Becke.

Bio-Produkte erhältlich

Dann richteten alle den Blick zum Penny-Markt. Während am Samstag die bisherige Filiale gegenüber leer gezogen werde, soll das neue Lebensmittelgeschäft mehr bieten als bei der Discounter-Kette üblich. „Es wird zum Beispiel auch Bio-Produkte geben“, sagten Thomas Jungkunst und Architekt Arne Schulte.