Die Wengeraner fühlen sich wohl in ihrem Stadtteil

Am neuen Dorfplätzchen in Wengern
Am neuen Dorfplätzchen in Wengern
Foto: WP
Die Lokalredaktion war vor Ort am neuen Dorfplätzchen in Wengern. Und gleich nebenan begrüßte der Penny im früheren Edeka die ersten Kunden.

Wengern..  Die Wengeraner sehen sich im Aufwind. Seit ein paar Tagen haben sie ein Dorfplätzchen, das von ruhebedürftigen Senioren ebenso angenommen wird wie von wippfreudigen Kleinkindern. Seit gestern auch erfüllt ein deutlich aufgewerteter Penny den ehemaligen Edekamarkt wieder mit Leben. Einen Schatten auf das schöne neue Stadtteilleben wirft allerdings weiter der Verkehr. Er ist laut und wird von vielen als Gefahr empfunden.

„Es ist schön, dass etwas getan wird“, freut sich Dieter Karl. Er ist in Wengern geboren, ist hier groß geworden und geblieben. Mit Willy Seel hat er seinen Platz auf dem neu eingerichteten Dorfplätzchen gefunden. Unter frischem Frühlingsgrün sitzen sie auf der Bank, die sich halbrund um ein Bäumchen zieht. Neben ihnen unterhalten sich Walter Mellmann und Siegfried Schulte. Mehrmals am Tag kommt Schulte mit Hündin Lola an dem Plätzchen vorbei und macht Rast. „Das ist einwandfrei geworden“, freut er sich über die kleine Ruheinsel am Rand der Osterfeldstraße, da, wo man die Sparkasse, den Discounter, die Apotheke und andere Läden im Blick hat. „Hoffentlich kommen nicht allzu schnell die Halbstarken und machen alles kaputt“, sagt Schulte. Er fordert harte Geldstrafen für Zerstörer. „Denn beim Geld hört der Spaß auf“, ist er überzeugt. Schulte weiß von einigen Jugendlichen, die am Wochenende auf dem Plätzchen ihren Durst mit Bier gelöscht haben. Auf Druck des Ordnungsamtes hätten sie den Platz geräumt, auf weiteren Druck hin sogar die leeren Flaschen mitgenommen.

Auch Brigitte Griehl hat die demolierte Telefonzelle noch gut vor Augen, die monatelang ihre Explosionsspuren zeigte, wo jetzt eine weitere Bank zum Sitzen einlädt.

„Autoverkehr ist einfach zu stark“

Während sich Walter Mellmann und Siegfried Schulte unterhalten, rauschen hinter ihren Rücken immer wieder große Lastwagen vorbei. „Der Autoverkehr ist einfach zu stark“, macht sich eine Passantin Luft, „er macht alles kaputt“. Der Verkehr ist in Wengern gleich mehrfach ein Problem, nicht nur der rollende. In der Nordstraße stört einen Anwohner, dass vor dem alten Bahnhof immer wieder so weit in die Fahrbahn hinein geparkt wird, dass Lkws nur um die Kurve kommen, wenn sie vorher den Autofahrer herbei gehupt haben.