Die Kunst hinter
07.06.2010 | 14:01 Uhr 2010-06-07T14:01:00+0200
Herdecke.Seit Monaten rührt sie das kulturelle Allerlei zusammen. Am Freitag will Louisa Kopf ihr „Pottpourri“ im Treffpunkt Witten auftischen. Im Kulturforum Witten macht die 20-jährige Herdeckerin gerade ein Freiwilliges Kulturelles Jahr. Und lernt nebenbei, welches Studium wohl das Richtige für sie ist.
Pottpourri hat sie mit einem doppelten T geschrieben. Wie der Ruhrpott. Schließlich ist gerade das Jahr der Ruhr-Pott-Kultur. Und ein Potpourri ist’s geworden, weil sich die Herdeckerin zwischen Tanz, Gesang oder Fotokunst nicht entscheiden konnte. Nun gibt’s alles zusammen an einem Abend.
Arbeit hat Louisa Kopf im Kulturforum auch ohne ihr eigenes Projekt. An der Aktion SchachtZeichen war sie ebenso beteiligt wie an der Vorbereitung des Singe-Tages am letzten Samstag. Und auch das Kino wird von ihr mitbetreut. Ein eigener Akzent sollte es aber doch schon sein. Und so stemmte sie mit Hilfe von Freunden und Bekannten ein abendfüllendes Programm.
Aus Witten kommt eine kleine Zaubertruppe, fündig wurde sie aber vor allem in der Heimatstadt Herdecke. Felix Kurten und Simon van Kampen etwa steuern die Fotos bei. Der eine hat Nachtaufnahmen zusammengestellt, der andere mit der Linse Spezialeffekte eingefangen. Auch eine kleine Schmuckschau wird’s geben, bevor Musik gemacht und das Büfett freigegeben wird. Appetit mitbringen reicht. Auch das Essen ist für die Besucher gratis. Dank der vielen Freunde, die ihre Hilfe zugesagt haben.
Louisa Kopf findet es toll, dass es so viele Menschen mit so vielfältigen Talenten gibt. Und sie fühlt sich gut in der Rolle, „diesen Talenten eine Plattform zu geben“. Nein, selbst auf der Bühne stehen muss sie nun wirklich nicht, sagt sie. Kontakte aufbauen, Veranstaltungen organisieren und dann dafür sorgen, dass auch wirklich alles gut läuft - das ist schon eher ihr Fach.
Ein Fach, das sich auch in der ein oder anderen Form studieren lässt. Die Erfahrungen im Freiwilligen Kulturellen Jahr haben ihr geholfen, Licht in das Dickicht der Ausbildungswege zu bringen. Bis Ende August ist sie im Kulturfoum. Danach steht die Uni Siegen im Kalender. Literatur, Kultur und Medien will sie hier studieren. „Doch, das mache ich jetzt“, sagt sie, längst nicht mehr so unsicher wie noch vor einem Jahr, als sie das Abi am Herdecker Harkortgymnasium gemacht hat.
Umweg hat sich gelohnt
War dieses Mehr an Sicherheit bei der Studienwahl ein Jahr Umweg wert? Für Louisa Kopf ist das keine Frage. Auch ihre Eltern hatten Verständnis, dass die frischgebackene Abiturientin sich erst einmal in einem Berufsfeld orientieren wollte.
Der Pottpourri-Abend ist nun das kleine Meisterstück. 50 Gäste, das war anfangs ihr Traum. Bis zu 90 würden passen - und werden es wohl werden. Die-Mund-zu-Mund-Propaganda hat funktioniert. Und außerdem, sagt Louisa Kopf, wäre es natürlich schön, wenn ab 19 Uhr an der Mannesmannstraße 6 nicht nur Freunde und Bekannte aufkreuzen würden. Kulturmanagement ist schließlich für alle da.
10:52
bin stolz auf dich :*
22:51
die bude wird voll werden.
tolle sache lolle!!