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Herdecke

Der Umzugsfahrplan steht fest

03.10.2012 | 15:20 Uhr
Der Umzugsfahrplan steht fest
Die Grundschule im DorfFoto: Klaus Görzel

Herdecke. Die Hauptschule in Herdecke läuft aus. Die Grundschule im Dorf und die Grundschule Vinkenberg ziehen um. Das hat der Rat beschlossen. Da auch die Zeitpunkte festgelegt worden sind, ist klar, welche Klassen betroffen sind.

Hinter den Beschlüssen stehen zwei Überlegungen: Auch wenn es für eine Eingangsklasse nicht mehr gereicht hat, soll es in Herdecke auch künftig eine Schulform für Kinder mit Hauptschulempfehlung geben. Diese Schule soll eine Modellschule sein, die auch die Realschule ersetzt. Der Rat wünscht das. Offen ist, ob genügend Eltern die Schule wollen.

Weil es in der Stadt immer weniger Kinder gibt, soll auch die Grundschullandschaft neu gestaltet werden. Die Schule im Dorf soll ohnehin raus aus ihren Räumen in Ende. Sie zieht in die Hauptschule und soll Kernstück der Modellschule werden. Im Bereich der Schule am Vinkenberg gibt es dann Überkapazitäten, daher der Umzug nach Ende, wo ein Grundschulangebot bleiben soll. Gegen die Umzüge regt sich Protest.


DIE HAUPTSCHULE

Die Hauptschule am Sonnenstein läuft mit dem Schuljahr 2015/16 aus.
Schon jetzt gibt es keine fünfte und sechste Klasse mehr.
Jahr für Jahr hat die Schule einen Jahrgang weniger, bis im Sommer 2016 die jetzige siebte Klasse die 10. Klasse geschafft hat.
Das Kollegium wird mit der geringeren Klassenzahl kleiner.
Die in der Hauptschule frei werdenden Räume würde die benachbarte Realschule gerne vorübergehend nutzen. In der Realschule müssen Klassen saniert werden.
In die Hauptschule soll die Grundschule im Dorf aus Ende einziehen. Das gilt auch, wenn keine Modellschule kommt.

DIE SCHULE IM DORF

Die Grundschule im Dorf soll zum Schuljahr 2014/2015 von Kirchende in die jetzige Hauptschule verlagert werden.
Die jetzige vierte Klasse und die jetzige dritte Klasse wären von dem Umzug nicht berührt.
Die jetzigen ersten und zweiten Jahrgänge würden im Hauptschulgebäude fort geführt, ebenso betroffen wären die Schüler, die im nächsten Sommer auf der Schule im Dorf starten. Für diese Schüler soll drei Jahre lang ein Schulbus pendeln.
Die Schulanfänger 2014 würden gleich am neuen Ort beginnen.
Im Hauptschulgebäude kann die Schule im Dorf von anderthalb auf zwei Züge ausgebaut werden.


DIE VINKENBERGSCHULE

Mit dem Schuljahresstart im Sommer 2014 nimmt die Grundschule Vinkenberg den Betrieb in der leer stehenden Grundschule Kirchende auf.
Die jetzigen Klassen 1 und 2 machen den Umzug mit, ebenso die Schulanfänger des nächsten Sommers, sollten dafür ausreichend Anmeldungen vorliegen.
Mit den Klassen zieht das komplette Lehrerkollegium um.
Für die drei vom Umzug betroffenen Stufen gibt es über drei Jahre einen Schulbusverkehr.
Nach Ablauf der drei Jahre geht die Verwaltung davon aus, dass die Neuanmeldungen überwiegend aus dem Stadtteil Ende sein werden.

Klaus Görzel


Kommentare
04.10.2012
18:31
Experimente mit Schulkindern
von Burner | #1

Wir wissen zwar nicht was wir wollen, wir wissen auch nicht, wo wir hin wollen, aber wir fahren schon einmal los. Kosten spielen keine Rolle. Und der Elternwille interessiert uns nicht. So kann man das Vorgehen der Herdecker Verwaltung und des Stadtrates beschreiben. Zudem wird den Eltern eine absolute Mogelpackung serviert. Nur für 3 Jahre soll der Bustransfer der Vinkenbergschüler und der Ender Schüler nach Herdecke übernommen werden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Auf diesem Weg werden insbesondere die Eltern der Kinder der Vinkenbergschule indirekt gezwungen, nach Ablauf der 3 Jahre Bustransfer ihre Kinder in der neuen Modellschule oder besser zur Schulversuchsschule anzumelden. Eltern aus Ende, die einen besonderen Wert auf die Unterrichtung ihrer Kinder an der Modellschule legen, werden ihre Sprösslinge dann schon mit dem eigenen PKW nach Herdecke karren. Zumindest diejenigen, die es sich leisten können. Eine sehr soziale Haltung. Auf der Strecke bleiben die Kleinen.

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