Der Trödelmarkt im Stadtsaal – fast für jedermann geeignet

Viel Andrang und eine ordentliche Auswahl gab es beim 26. Trödelmarkt für jedermann im Stadtsaal von Wetter, organisiert von der Lichtburg.
Viel Andrang und eine ordentliche Auswahl gab es beim 26. Trödelmarkt für jedermann im Stadtsaal von Wetter, organisiert von der Lichtburg.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Viele Stammkunden kamen zum Trödelmarkt in den Stadtsaal. Seitens der Lichtburg als Veranstalter gibt es bei der Stellplatzvergabe eine klare Hierarchie.

Wetter..  „Was soll denn die Schallplatte hier kosten?“, fragt eine junge Frau und hält eine schwarze Maxisingle hoch. „50 Cent“, antwortet Erika Kammering und verstaut die goldene Münze kurze Zeit später in ihrer blauen Bauchtasche. „Schallplatten, Textilien und Schmuck gehen heute besonders gut“, lautet ihr Fazit.

Seit fast sieben Jahren steht die Wetteranerin jedes Mal auf dem „Trödelmarkt für Jedermann“ im Stadtsaal, den die Lichtburg organisiert. Erika Kammering und auch ihren langjährigen Standnachbarn Helmut Rach kann man getrost als „Stamm-Trödler“ bezeichnen. Von den Organisatoren des Trödelmarktes werden die treuen Hobbyhändler bereits einen Monat im Voraus angerufen, um sich ihren Stammplatz zu sichern. Besonders beliebt sind dabei die Wandplätze.

Etwa die Hälfte der Trödelmarkt-Verkäufer sind Stammkunden und genießen bei der Vergabe der insgesamt 90 Tische Vorrang. Aber auch für andere Trödler ist meistens noch genug Platz bei der Veranstaltung – auch wenn die sich mit den weniger beliebten Stellplätzen in der Mitte des Saals begnügen müssen.

Nachrücker wegen Absagen

Katharina Gerlach hat zwar keinen Wandplatz, dennoch steht auch sie schon zum wiederholten Mal auf dem Trödelmarkt und bringt ihre Ware, besonders Bücher, an den Mann. Anders als die meisten Trödler will sie aber nicht ihre Haushaltskasse aufbessern. Katharina Gerlach steht für den Verein „Amaraaba“ in Wetter am Verkaufstisch. Das eingenommene Geld geht an Schul- und Waisenkinder in Ghana. „Jedes Mal kommen hier um die 150 Euro zusammen“, erzählt sie stolz. Auch ihre Standnachbarin verspricht kurzerhand, alle nicht-verkauften Bücher zum Ende des Trödelmarktes für den nächsten Verkauf an Amaraaba zu spenden.

Thomas Bauer organisiert den Trödelmarkt für die Lichtburg, auch an diesem Sonntag ist er mit Stift und Klemmbrett zwischen den Ständen unterwegs. Eine Bevorzugung gebe es nicht: „Wer sich früh genug bei uns meldet, der bekommt auch als Nicht-Stammkunde einen Stellplatz. Am Freitag haben mir noch einige Händler abgesagt, so sind acht Tische frei geworden. Man kann also auch noch nachrücken.“

Auf dem „Trödelmarkt für Jedermann“ herrscht ein familiäres Ambiente. Gerade die Stamm-Trödler kennen sich untereinander. Der nächste Trödelmarkt findet im Oktober statt und ist jetzt schon so gut wie ausgebucht. Wer sich als neuer Trödler also einen der begehrten Stellplätze sichern will, sollte sich möglichst bald melden. Auch wenn vermutlich nur noch Plätze in der Mitte des Stadtsaals frei sind.