Der Stellenwert der Lehrer im Islam

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ie islamische Religion legt großen Wert auf das Erlangen und die Vermittlung von Wissen. Die Bedeutung des ersten herabgesandten Verses unseres erhabenen Buches zeigt uns dieses ganz deutlich: „Lies!“ Die uneingeschränkte Erwähnung dieses Gebotes ohne Orts- und Zeitangabe sowie ohne Geschlechterunterscheidung ist Beleg dafür, dass die Tore der Wissenschaft bis zum Anschlag offen für die Menschheit sind.


Nur durch nützliches Wissen ist es möglich, von der Finsternis zum Licht, vom Aberglauben zur Wahrheit, vom Unglauben zum Glauben und von der Unwissenheit zum nützlichen Wissen zu gelangen. Dem Menschen ist es allein durch Wissen möglich, das ihm Nützliche vom ihm Schädlichen zu unterscheiden. Unser Herr Allah verdeutlicht uns den Wert der Gelehrten wie folgt: „Sprich: Sind etwa diejenigen, die wissen und diejenigen, die nicht wissen gleich? Doch bedenken nur diejenigen, die Verstand haben” (Koran, az-Zumar, 39/9).

Unsere erhabene Religion sieht es als besondere Spende (infak), das Wissen, das man hat, anderen weiterzugeben. Denn der Prophet äußerte hierzu: „Es ist eine Spende, Unwissenden Wissen zu erteilen. Die beste Art der Spende (sadaqa) ist das Erlernen von Wissen und dessen Lehre an andere” (Ibn Madscha, Muqaddima, 16). Dem ersten Geschöpfen Adam lehrte Allah, was er nicht wusste. Aus diesem Grund ist der Beruf des Lehrers ein erhabener und gesegneter Beruf.

Unser gemeinsames Ziel, sowohl als Individuum als auch als Gemeinschaft, ist es, sowohl materiell als auch geistig ausgewogene gute Nachkommen zu erziehen. Der einzige Weg, sicher in die Zukunft zu schauen, ist dieser Weg. Und dieses Ziel kann allein durch Wissen erreicht werden. In dieser Hinsicht übernehmen die Lehrer, die die Ausbildung unserer Kinder verantworten, denen wir unsere Zukunft hinterlassen werden, eine besonders wichtige Rolle und erfüllen somit eine gesegnete Aufgabe.