Der oder die?

„So einen Brezel esse ich auch mal ganz gerne.“ An diesem eher lapidaren Satz entzündete sich kürzlich eine Diskussion über das Geschlecht des Brezels: Ist es nun der Brezel oder die Brezel? Während die Bayern-Fraktion selbstredend die weibliche Form verteidigte, sehen wir hier im Ruhrgebiet den Brezel eher auf der männlichen Seite. Bei der Internet-Recherche kam zutage, dass der/die Brezel (beides ist möglich) je nach Region in seiner Beschaffenheit doch ziemliche Unterschiede aufweise. Am besten gefiel uns dabei folgende Beschreibung: „Idealerweise hat der in sich symmetrisch verschlungene Teigstrang der Laugenbrezel außen eine knusprig-ledrige Salzkruste und innen einen weichen Hefeteigkörper, ist am sanft geschwollenen Bauch etwas aufgesprungen und saftig, in den dünnen Teigarmen kross, aber nicht trocken. Die übliche Größe beträgt etwa 15 cm im Durchmesser des Gebäckteiles, bei einem Durchmesser des Teigstranges von knapp einem bis vier Zentimeter.“ Loriot hätte seine helle Freude daran gehabt. Und wahrscheinlich feine Unterschiede zwischen „die Brezel“ und „der Brezel“ herausgearbeitet . . .