Den Patientenwillen stärken

Ende..  Jens Spahn, Bundestagsabgeordneter und Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, war zu Besuch im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH). Eingeladen von dem Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland, war er zu einem Gespräch über die geplante Krankenhausreform und deren Ziele sowie Anregungen zur Reform aus Sicht anthroposophischer Krankenhäuser angereist. „Ich habe mich sehr über den Besuch eines solch hochrangigen Politikers und den politischen Diskurs mit Herrn Spahn gefreut“, so GKH-Geschäftsführer Christian Klodwig. „Für uns eine Bestätigung, als Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke auch weiterhin bundesweite Beachtung zu genießen.“

Austausch über viele Themen

Im offenen Gesprächsaustausch wurden verschiedene Fragestellungen diskutiert. Es wurde besprochen, mit welchen politischen Maßnahmen auch im heutigen Vergütungssystem eine gewissenhafte und nicht zu leichtfertige Indikationsstellung sichergestellt werden kann. Im weiteren Verlauf wurde erörtert, wie der Patientenwille bzw. die Patientenmeinung stärker in die Gesundheitsgesetzgebung sowie die Qualitätsbewertung von Krankenhäusern einfließen kann als bisher.

Ein weiteres Thema war, wie es gelingen kann, die Breitenversorgung der Bevölkerung auch in Zukunft sicherzustellen und wirtschaftliche Anreize zur „Patientenselektion bzw. Rosinenpickerei“ unter Klinikbetreibern zu unterbinden.

Zuletzt diskutierten Alfred Längler als Ärztlicher Direktor, Peter Zimmermann als Vorstandsmitglied der Stiftung zur Entwicklung von Gemeinschaftskrankenhäusern, Peter Meister (Vorstandssprecher der Gesellschaft für Pluralismus in der Medizin) und Barbara Wais als Geschäftsführerin des Dachverbandes Anthroposophische Medizin mit Spahn, wie die Pflege in deutschen Krankenhäusern die Gewichtung erhalten kann, die sie im Rahmen der Krankenhausversorgung gegenüber dem Patienten verdient.

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