Cruse-Einkäufer ordern bereits erste Ware

Die Cruse Fashion Group will im Frühjahr 2015 im ehemaligen Kaufhaus Gassmann eine Modefiliale eröffnen.
Die Cruse Fashion Group will im Frühjahr 2015 im ehemaligen Kaufhaus Gassmann eine Modefiliale eröffnen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das ehemalige Kaufhaus Gassmann in Wetter wird in den Rohbauzustand zurück versetzt. Die Fassade soll fallen.

Wetter..  Noch immer bleiben die Menschen interessiert vor den Schaufenstern des ehemaligen Kaufhauses Gassmann stehen. Nicht, um die reduzierte Ware in der Auslage zu betrachten. Die ist längst ausgeräumt. Seit Weihnachten ist Gassmann Geschichte. Und doch gibt es etwas zu sehen, denn in dem dreistöckigen Gebäude an der Kaiserstraße wird fleißig gearbeitet. „Wir müssen nun erst einmal entrümpeln“, sagt Dirk Tomalak, Geschäftsführer der Arnsberger Cruse Fashion Gruppe, die in der Gassmann-Immobilie ein Modegeschäft eröffnen will.

Leere Regale, die bessere Zeiten gesehen haben, Kleiderständer, Deckenverkleidung, Kartons und Lampen – alles muss raus. „Wir wollen zunächst einen Rohbauzustand herstellen, um dann unsere Planungen im Detail ausführen zu können“, sagt Tomalak, der zur Bestandsaufnahme das Haus von der dritten Etage bis ins Erdgeschoss genau inspiziert hat. Auf zwei Etagen, so ist der Plan, soll ab dem Frühjahr ein umfangreiches Modesortiment angeboten werden. Bei den Ordertagen für das Frühjahr, auf denen sich in diesen Wochen die Einkäufer tummeln, steht die neue Cruse-Filiale in Wetter schon mit auf dem Plan. „Wir müssen jetzt einkaufen, damit die Ware auch pünktlich verfügbar ist“, sagt Tomalak.

Im Erdgeschoss und der ersten Etage sollen die künftigen Kundinnen dann einen Markenmix finden, der „sowohl für jüngere wie auch für ältere Käuferinnen attraktiv ist“, so der Geschäftsführer.

Auch wenn es an diesem Tag viel Vorstellungskraft braucht, um sich die neue Filiale vor Augen zu rufen: Dirk Tomalak weiß, was er will. „Tolles Licht und eine Wohnzimmeratmosphäre“, sieht er in die Zukunft. „Man soll hereinkommen und sich wohlfühlen.“ Dass die Kundinnen dann auch wiederkommen und vor allem kaufen, hängt nach Aussage von Tomalak auch viel von den Mitarbeitern ab, die eine Filiale zum Leben erwecken. „Wir brauchen ehrliche Verkäufer, die sich im Thema auskennen“, sagt er und spricht auch über die Schwierigkeiten, gute Leute zu finden. Erste Gespräche wurden bereits geführt.

Angesichts der künftigen Konkurrenz in Wetter bleibt Dirk Tomalak gelassen. „Da unterscheiden wir uns“, sagt er mit Blick auf die Modeangebote vor allem im Ruhrtal-Center. Problematisch sei für den Einzelhandel viel mehr das Internet. Doch da, so die Beobachtung, wandele sich das Kaufverhalten ein wenig. „Auf dem Bildschirm können sie ein Kleidungsstück nicht anfassen“, sagt Tomalak. „Diesen haptischen Eindruck können wir aber liefern. Und eine freundliche Beratung dazu.“