Bürgerinitiative spricht sich gegen Fracking aus

Herdecke/Wetter/Witten..  Die Bürgerinitiative „Stop Fracking“ hat in Herdecke, Wetter und Witten über 5000 Unterschriften gesammelt, um sich gegen das umstrittene Fracking auszusprechen.

Fracking steht für eine Methode, Gasreserven aus dem Boden mit Hilfe von Chemikalien und hohem Druck zu gewinnen. Insgesamt 2787 Unterschriften gingen an Bundeskanzlerin Angela Merkel, 2454 Unterschriften hat die Initiative an NRW-Umweltminister Johannes Remmel geschickt.

Die Bürger sorgen sich um das Grundwasser in der Region. „Fracking ist eine unbeherrschbare Risikotechnologie, die ähnlich gefährlich ist wie Atomkraftwerke“, heißt es in dem Schreiben an die Kanzlerin. Und es gibt auch eine konkrete Forderung an die CDU-Politikerin: „Realisieren Sie jetzt die Versprechungen unseres CDU-Direktkandidaten, Ralf Brauksiepe, der sich im Wahlkampf 2013 öffentlich gegen Fracking ausgesprochen hat.“ Auch Umweltminister Remmel wurde mit konkreten Forderungen konfrontiert. Er solle nach der bereits eingeleiteten Energiewende nun auch eine „Fracking-Wende“ forcieren, „bevor unser Grundwasser flächendeckend gefährdet ist“, schreibt Oliver Kalusch im Namen der Initiative.

Wende gefordert

Der Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz hat mit über 30 weiteren Initiativen gegen Fracking eine 35-seitige Stellungnahme zu den Entwürfen für die Rechtsänderungen für die bundesweite Erlaubnis von Fracking auf den Postweg gebracht. In der Stellungnahme werde aufgezeigt, dass die Rechtsänderungen nicht auf die großen Umweltgefahren durch Fracking eingehen würden. Nach der bereits eingeleiteten Energiewende solle es nun auch eine Fracking-Wende geben.