Bürger aus Herdecke bietet Hilfe zur Rettung der Treppe an

Der pensionierte Bauunternehmer Klaus Korge bietet der Stadt Herdecke seine Mithilfe bei der Sanierung der maroden Treppe zwischen Bahnhofstraße und Hauptstraße an
Der pensionierte Bauunternehmer Klaus Korge bietet der Stadt Herdecke seine Mithilfe bei der Sanierung der maroden Treppe zwischen Bahnhofstraße und Hauptstraße an
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der pensionierte Herdecker Bauunternehmer Klaus Korge hat geringere Sanierungs-Kosten für die gesperrte Treppe zwischen Bahnhof- und Hauptstraße errechnet.

Herdecke..  Die Diskussion um die gesperrte Fußgängertreppe zwischen der Bahnhof- und Hauptstraße in Herdecke hat Klaus Korge zum Nachdenken gebracht. Der pensionierte Bauunternehmer, dessen Sohn den Betrieb weiter führt, hat sich auch vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und kommt zu dem Schluss: „Die Treppe ließe sich weit günstiger sanieren, als es die Technischen Betriebe geschätzt haben.“ Und: „Ich biete gerne meine Hilfe an und würde mit tatkräftigen Herdecker Bürgern die Treppenanlage instand setzen.“ Maschinen und Geräte könnte er auch organisieren.

Ingenieurbüro stellte Varianten vor

Einige Passagen der Treppe seien in gar keinem so schlechten Zustand, hat Korge bei einer Inspektion des Weges (aus sicherer Entfernung) festgestellt. Sicher, das komplette Geländer sei nicht mehr zu gebrauchen, viele Stufen und Steinplatten auch nicht. „Nach meinen Berechnungen würden für neue Treppen Materialkosten von 10 000 und für das Geländer 45 000 Euro anfallen, die Anlieferung wäre inklusive.“ Einige Steinplatten aus dem oberen Teil an der Bahnhofstraße ließen sich anderweitig verwerten, auch der Untergrund sei vielfach unproblematisch.

Die Hauptschwierigkeit stelle die Stützwand in der Mitte der Treppe dar. Diese sei in einem wirklich schlechten Zustand und müsste recht kostspielig neu gemacht werden. Aber auch für diese knapp 20 Meter breite Mauer sieht Korge Lösungen: Mit etwa zwei Meter hohen Stützwinkeln für knapp 10 000 Euro oder einer Schwerlastmauer wie in der Mühlsteinskuhle könnte man abschnittsweise den Hang abfangen. Ein Kleinbagger, der von unten aus der Hauptstraße in Einsatz gebracht werden könnte, könnte diese Fertigelemente installieren.

Korge kommt bei seinen Berechnungen für die Stützwand, die eine Tiefbaufirma anbringen sollte, auf 150 000 Euro Kosten inklusive Material. Er verstehe nicht, wie die Technischen Betriebe auf eine geschätzte Summe von einer halben Million kämen. „Meiner Meinung nach wäre das hier für die Hälfte zu machen. Ich habe den Eindruck, dass in Herdecke manches schön und anderes tot gerechnet wird.“

Die Technischen Betriebe hatten vor Jahren ein Ingenieurbüro mit der Sanierungseinschätzung beauftragt. Die vorgestellten Varianten zur Abstützung des Hangs, der auch ein Privatgrundstück (der Telekom) betrifft, mit einer vorgelagerten oder rückwärtig verankerten Stahlbetonwand seien sehr kostspielig, hieß es. Auch die Verkehrssicherheit müsste geklärt werden, außerdem habe es bisher auch aus den Reihen der Politik keine Entscheidung dazu gegeben.