Blutspender dringend gesucht

Eine Blutspende kann Leben retten. Der Spender investiert dafür etwa eine Stunde Zeit.
Eine Blutspende kann Leben retten. Der Spender investiert dafür etwa eine Stunde Zeit.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der DRK-Blutspendedienst West braucht dringend frische Spenden, wenn die Versorgung der Krankenhäuser noch gewährleistet sein soll. In Wetter können sich Spender am 20. Juli den roten Lebenssaft abzapfen lassen.

Wetter..  Dass Blutpräparate im Krankenhaus zu den täglichen Therapiemaßnahmen gehören, ist hinlänglich bekannt. Doch der DRK-Blutspendedienst hat im Mai Spendenrückgänge von über 15 Prozent verzeichnet. Blut wird also dringend gebraucht, betont Heinz Kapschak, Pressesprecher des DRK –Blutspendedienst West und lädt zu einem Spendetermin am Montag, 20. Juli, in die Feuerwache in der Wasserstraße ein.


Warum sind gerade jetzt Blutspenden wichtig?

Heinz Kapschak: Wenn der Rohstoff fehlt, kann die Versorgung nicht sichergestellt werden. Um die Versorgung der Patienten in den Krankenhäusern sicherzustellen, ist das Spenderblut dringend erforderlich. Es gibt keinen Ersatz für den roten Lebenssaft.


Wird denn so viel Blut gebraucht?

Bis zu 3500 Blutspenden benötigt der DRK-Blutspendedienst West täglich, um die drei Bundesländer, Rheinland Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen zu versorgen. Bis zu 30 Prozent davon werden für Tumorpatienten benötigt. In der Regel wird nur blutgruppengleiches Blut übertragen. Die Blutgruppe 0 Rhesus negativ kann aber allen Empfängern übertragen werden und ist daher besonders für Notfallsituationen wichtig, wenn keine Zeit bleibt, um den Patienten vollständig zu untersuchen und schnell Blut zur Verfügung gestellt werden muss. Nur ca. sechs Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung trägt jedoch die Blutgruppe Null Rhesus negativ. Aber auch Blutgruppen, die in der Bevölkerung häufig vertreten sind, fehlen zurzeit in den Lagern des DRK-Blutspendedienstes.


Was hat zu dem Rückgang an Spenden geführt?
Die Gründe hierfür liegen aktuell beim Sommerwetter, das viele nutzen um Freibad oder Biergarten zu besuchen. Dazu kommen die Ferien in Nordrhein-Westfalen, in denen viele Stammspender in den wohlverdienten Urlaub fahren und somit „ihren“ Blutspendetermin nicht besuchen. Das DRK hatte aber auch im Vorfeld der Ferien – wie sonst üblich – keine Chancen, die Lager zu füllen, da der mehrwöchige Poststreik große Auswirkungen auf das Blutspendewesen hatte. Regelmäßige Blutspender werden zu den Blutspendeterminen per Brief eingeladen. Durch den Poststreik wurden aber die Einladungen zu spät oder gar nicht zugestellt.


Wer kann und darf Blut spenden?

Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Damit die Blutspende gut vertragen wird, erfolgt vor der Entnahme eine ärztliche Untersuchung. Die eigentliche Blutspende dauert nur wenige Minuten. Mit Anmeldung, Untersuchung und anschließendem Imbiss sollten die Spender eine gute Stunde Zeit einplanen. Eine Stunde, die ein ganzes Leben retten kann. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen. Männer dürfen übrigens sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen.