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Neujahrskonzert

Bläser überzeugen mit Hingabe und Feingefühl

10.01.2011 | 14:21 Uhr
Bläser überzeugen mit Hingabe und Feingefühl
Neujahrskonzert im Gymnasium Wetter mit der „JungeBläserPhilharmonie NRW". Foto: Ida Haltaufderheide

Wetter.Mit Musik von Johan de Meij und George Gershwin wurde Sonntagabend in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums das neue Jahr begrüßt.

Unter Leitung von Dirigent Pierre Kuijpers gab die „JungeBläserPhilharmonie NRW“ zum 15. Mal ihr Neujahrskonzert. Wegen widriger Wetterverhältnisse hatte die Veranstaltung im Vorjahr abgesagt werden müssen. Die Eintrittskarten behielten jedoch ihre Gültigkeit, sodass die Aula am Sonntag bis auf wenige Plätze voll besetzt war. Nach anfänglichen technischen Problemen konnten die jungen Musiker konnten ihre Zuhörer schnell versöhnen, indem sie sie auf eine musikalische Reise in die Welt von Tolkiens „Herr der Ringe“ entführten. Die 1988 uraufgeführte fünfsätzige Symphonie Nr.1 „The Lord of the Rings“ des niederländischen Komponisten Johan de Meij greift verschiede Motive aus Tolkiens Roman auf. Die Musik beschreibt Landschaften und Erlebnisse von der Reise des kleinen Hobbits „Frodo“, der einen magischen Ring überbringen muss.

Dem Orchester gelang ein perfekter Vortrag der Symphonie. Alle Facetten - ob verträumt oder dramatisch, geheimnisvoll, verspielt oder bedrohlich - spielten die Musiker mit Hingabe und Überzeugungskraft. Besonders gelungen auch das Zusammenspiel von Philharmonie und wechselnden Solisten. Während des Vortrags versank das Publikum zusehends in absolute Stille. Doch kaum war der letzte Ton verklungen, gab es minutenlangen Applaus.

Auch im zweiten Teil des Konzerts bewiesen die Musiker mit Werken von Bernstein, Gershwin und Schostakowitsch erneut Professionalität und musikalisches Feingefühl. Gerade deshalb wirkte die „JungeBläserPhilharmonie NRW“ auf der zu kleinen und unelegant verlängerten Bühne des Gymnasiums ein wenig deplaziert. Zu sehr erinnerte das Ambiente an eine semiprofessionelle Schulaufführung und stand in scharfem Kontrast zum professionellen Vortrag. Abgesehen davon: ein äußerst gelungener Abend.

Ida Haltaufderheide

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